Ein stechender Schmerz in der Schulter. Was du auf keinen Fall tun solltest: Eine Schmerztablette nehmen und trotzdem trainieren
1. Juli 2020

Verheerende Spätfolgen

Schmerzmittel beim Sport sind ein No-Go!

Hast du das auch schon einmal gemacht? Du bist trotz Schmerzen zum Sport gegangen – gern auch dank einer Schmerztablette. Das ist nicht nur gefährlich, sondern auch dumm.

Was ist Schmerz? Zum einen unangenehm und zum anderen ein Zeichen dafür, dass etwas in deinem Körper nicht stimmt. Sind die Schmerzen aushaltbar, spricht in der Regel nichts dagegen zu trainieren. Du musst ja bei einem Muskelkater in den Beinen nicht unbedingt Squats machen. Was du aber auf keinen Fall tun solltest: den Schmerz mit Medikamenten betäuben.

Was passiert in deinem Körper, wenn du Schmerzmittel nimmst?

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, hin und wieder eine Schmerztablette gegen Kopfschmerzen zu nehmen. Schließlich sollst du ja nicht unnötig leiden. Die Probleme kommen aber, wenn du deinen Body zu einer körperlichen Aktivität, wie Sport, nötigst.

Mit Tabletten verschiebt sich die Schmerzgrenze. Das ist im ersten Moment noch die harmlosere Wirkung. Problematisch wird es eher hinterher. Denn die Schmerzursache wird ja nicht bekämpft. Sie besteht weiterhin.

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Mit einer Schmerztablette bist du, solange ihre Wirkung andauert, beim Sport zu einer besseren Leistung fähig, denn die Schmerzen treten in diesem Zeitraum halt nicht auf oder zumindest weniger. Dafür kommen sie dann später zurück – unter Umständen sogar heftiger.

Die Grenzen zum Doping sind dabei fließend. Schließlich erhöhst du mithilfe von Medikamenten deine Leistungsfähigkeit. Dies betrifft aber natürlich eher Hochleistungssportler*innen. Die Folgeschäden, besonders für die Gelenke, können aber gravierend sein und dadurch am Ende sogar kontraproduktiv.

Es gibt aber auch kurzfristige Folgen. So können beispielsweise Läufer*innen, die sich vor einer längeren Runde schnell noch eine „Ibu“ reinpfeifen, während ihrer Runde Magen-Darm-Krämpfe bekommen. Noch schlimmer: Expert*innen warnen bei der Einnahme des Wirkstoffes ASS (Acetylsalicylsäure) sogar vor der Gefahr eines Herzinfarktes.

Das geht auf Dauer an die Nieren

Es gibt auch (zahlreiche) langfristige Folgen des Schmerzmittelkonsums, nicht nur beim Sport. Die Regeneration bzw. die Heilung von Verletzungen verlangsamt sich. Dazu können auch die Organe massiv geschädigt werden.

Beispiel: Im Ausdauerbereich wird die Durchblutung der Muskulatur erhöht, im organischen Bereich reduziert. Deshalb bluten Ausdauersportler*innen, wie zum Beispiel Fußballer*innen, bei Fleischwunden heftiger. Nimmst du nun auch noch Schmerzmittel führen die Rüttelbewegungen des Laufens dazu, dass Barrierefunktionen beeinträchtigt werden und zudem Bakterien und Toxine vermehrt ins Blut gelangen und somit auch in den gesamten Organismus. Daher ist es ganz wichtig, falls du trotzdem zu den Pillen greifst, ausreichend zu trinken. So schützt du vor allem deine Nieren.

Was tun bei Schmerzen?

Gegen das Einnehmen einer simplen Kopfschmerztablette, um doch deine Laufrunde zu absolvieren, spricht nicht viel. Solange genügend Zeit dazwischen liegt. Bei muskulären Schmerzen greif nicht zur Pille, sondern lieber zur Salbe. Auch die Einnahme von Magnesium ist super, um beispielsweise schmerzhaften Muskelkrämpfen vorzubeugen. Gewohnheitsmäßig Pillen einzuwerfen ist keine Lösung. Schmerz ist schließlich ein Warnsignal deines Körpers, das nicht ignoriert werden sollte.

Sind die Schmerzen anhaltend, hilft nichts anderes als eine Sportpause und ein Besuch beim entsprechenden Facharzt oder Fachärztin. Sport ist gut und gesund, kann aber bei falscher „Anwendung“ auch ins Gegenteil umschlagen. Denn für uns, die mit Sport kein Geld verdienen, gilt: Wir machen den Sport zum Vergnügen, nicht, um uns zu schädigen.