Von 189 auf 94 Kilo - Saki hat es geschafft
27. April 2018
von PIERRE SCHOBER

Biggest-Loser-Gewinner

Saki wird ein „Braveheart“

95 Kilo in sechs Monaten – so viel hat „Biggest Loser“-Gewinner Saki (40) abgenommen und sich das Preisgeld von 50.000 Euro gesichert. Doch wie geht das Leben jetzt für ihn weiter? LOOX sprach mit ihm auch über seine sportlichen Ziele. Denn: Saki wird nun ein echtes „Braveheart“.

Der Klassiker ist natürlich: Wie hat sich dein Leben – eine knappe Woche nach dem Finale – verändert?

Ganz Deutschland kennt mich jetzt (lacht). Mein Leben hat sich natürlich schon vorher durch meine Gewichtsreduktion grundlegend verändert.

Kannst Du die Nachrichten noch zählen, die du seitdem bekommen hast?

Die Nachrichten – das ist der Wahnsinn (lacht). In der Zeit vor dem Finale habe ich schon ein paar Nachrichten bekommen, die ich noch beantworten konnte, aber jetzt kommen täglich 1000 Nachrichten und ich komme damit mittlerweile gar nicht mehr hinterher. Ich versuche natürlich mich bei so vielen wie möglich zu bedanken. Es ist Wahnsinn, was passiert.

SAT.1 / Guido Engels
"Biggest Loser" Saki mit den Moderatoren Matthias Killing (l.) und Dr. Christine Theiss (r.)

Wie geht es nun mit dir im normalen Leben weiter?

Ich bin ja in der Finanzbranche tätig. Ich überlege jetzt allerdings meine Sport-Leidenschaft zum Beruf zu machen. Menschen zu motivieren abzunehmen, sie mental vorzubereiten, damit sie sich am Ende des Tages körperlich besser fühlen.

Mit anderen Worten auch du bleibst am Ball und hast auch weiterhin deinen Trainingsplan, den du durchziehst?

Für mich selber möchte ich NATÜRLICH am Ball bleiben und das auch weitergeben.

Wie sieht dein Trainingsplan jetzt aus?

Ich schaue, dass ich jeden Tag eine Stunde jogge, meine Ausdauer weiter stärke und gleichzeitig durch Krafttraining am Muskelaufbau arbeite.

Hast du denn jetzt auch Ziele wie Marathon?

Mein längster Lauf waren jetzt 30 Kilometer. Was ich gerne mache, sind Hindernisrennen. In den letzten Jahren habe ich trotz meines Übergewichts einen kleinen „Braveheart“-Lauf über 15 Kilometer mitgemacht. Am 1. September nehme ich am großen über 30 Kilometer teil. Dazu möchte ich mich auf einen „schönen“ Marathon vorbereiten.

Man hört heraus, dass du keine Angst vor Rückschlägen oder den Verfall in alte Verhaltensmuster hast?

Angst habe ich nicht. Natürlich besteht immer die Gefahr. Aber ich arbeite daran. Es würde passieren, wenn ich nichts mehr machen würde. Da mein Plan ist, mich täglich aktiv zu halten und auf meine Ernährung zu achten, sehe ich die Problematik nicht. Ich will jetzt nach dem Finale natürlich immer besser und mental stärker werden. Ich kann mittlerweile sogar Klimmzüge machen.

Die Sendung wurde teilweise ja auch kritisiert, aufgrund der gesundheitlichen Risiken, die so krasser Gewichtsverlust in so kurzer Zeit mit sich bringt.

Ich habe in sechs Monaten 95 Kilo verloren, wiege jetzt 94,5 Kilo. Ohne Kritik gibt es keine Diskussion (lacht). Dann wären ja alle einer Meinung. Das ist legitim. Es gibt Risiken – immer. Aber ich weiß, was ich tue. Im Endeffekt ist alles eine Kalkulation. Ich komme ja aus der Finanzbranche und jongliere mit Zahlen. Natürlich ist es eine Ausnahmesituation in so kurzer Zeit so viel abzunehmen. Allerdings war ich auch rund um die Uhr in allen Belangen bestens betreut und stand natürlich auch immer unter ärztlicher Aufsicht.

Wie sieht deine Kalkulation aus?

Man weiß ja, dass 7000 Kalorien in etwa einem Kilo Fett entsprechen. Daran kannst du ausrechen, wie viel Sport jemand täglich machen muss und wie die Ernährung angepasst werden sollte, damit der Körper nicht unter der Umstellung leidet.

Und wie reagiert deine Haut auf deine Gewichtsreduktion?

Ich habe bei Facebook auch ein Bild gepostet, wie sich meine Haut entwickelt hat. Ich gebe meinem Körper jetzt Zeit, sich zu regenerieren und gucke mir in einem Jahr das Ergebnis an. Körperlich bin ich fit, aber klar ist auch, dass jeder Körper anders reagiert. Ich kann bestätigen, dass ich keine gesundheitlichen Probleme hatte und auch nicht habe.

Was ist dein Geheimnis?

Ich habe mich von früh bis abends bewegt. Ich habe viel Sport getrieben und habe jede Sekunde genutzt, um zu laufen.

Gehst du davon aus, dass du nicht um eine Operation herumkommst, um deine Haut zu straffen?

Momentan ist das kein Thema. Ich bin auch grundsätzlich gegen Operationen. In der Zeit meines Übergewichts hat man mir immer wieder zu Magen-OPs geraten, ich war da aber strikt dagegen. Ich habe mein jetziges Gewicht ohne Operation erreicht und möchte den Rest auch ohne schaffen. Wenn aber in zwei Jahren der Fall eintritt, dass es mich stört, denke ich vielleicht noch einmal nach. Momentan kommt eine OP für mich nicht in Frage.

Wirst du jetzt öfter von anderen Frauen angeflirtet?

Nee, eigentlich nicht. Ich bekomme sehr viele Glückwünsche – auch von Frauen. Aber, dass ich jetzt „angemacht“ werde, kann ich nicht sagen. Es weiß ja jeder, dass ich verheiratet bin und zwei Kinder habe. Meine Frau reagiert gelassen. Ich zeige ihr auch die Glückwünsche.

Ist deine Frau jetzt zufriedener mit dir?

Sie ist sehr glücklich. Sie schaut auch öfter zweimal hin und sagt: „Bist du es wirklich?“ Sie ist begeistert über das, was ich geschafft habe.

War deine Familie denn auch die größte Motivation, um zu „The Biggest Loser“ zu gehen?

Ja, definitiv. Ich habe ihnen alles zu verdanken, weil sie ständig hinter mir standen und mich unterstützt haben. Speziell die Zeit im Camp war für meine Frau sehr schwierig, da sie damals quasi eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern war. Sie hat das ganze Familienleben allein gemeistert. Das hat sie super gemacht. Es war eine riesige Motivation für mich. Deswegen wollte ich etwas reißen, ihr etwas präsentieren und ihr ein Geschenk für unsere Zukunft machen.

Hast du denn eigentlich auch schon wieder einmal richtig geschlemmt oder geht das nicht mehr ohne schlechtes Gewissen?

Doch, doch. Dafür habe ich ja schließlich ein halbes Jahr gearbeitet (lacht). Die Schlemmerei habe ich am nächsten Tag aber auch wieder wegtrainiert.

Was rätst du anderen Übergewichtigen?

Ich bin ein Mensch, der sein Essen liebt – auch Süßigkeiten. Ich bin dagegen, auf alles zu verzichten. Ich rate aber dennoch jedem Übergewichtigen: Entscheide dich für das Abnehmen! Sag dir selbst, dass du abnehmen möchtest. Suche nicht nach Ausreden. Fokussiere dich auf ein Ziel, ohne nach links oder rechts zu gucken. Du musst manchmal auch „Nein“ sagen. Arbeiten, arbeiten, arbeiten, um sein Traumgewicht zu erreichen und zu halten – das ist das A und O.

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