Beim Okklusionstraining könntest du jetzt noch die Muskeln mithilfe eines Bandes abbinden
7. Februar 2019

Mehr Muskeln durch Abbinden

LOOX beantwortet die wichtigsten Fragen zum Okklusionstraining

Ist Okklusionstraining eine wertvolle Ergänzung, um das letzte aus deinem Training herauszuholen oder einfach nur gefährlich? LOOX beantwortet wichtige Fragen zu der noch sehr oberflächlich erforschten Trainingsmethode. Das Ziel: mehr Muskeln mit weniger Gewicht.

Okklusionstraining ist eher etwas für fortgeschrittene Sportler. Hierbei wird versucht, die Muskelhypertrophie und die Ausdauerleistung positiv zu beeinflussen – und zwar durch das bewusste Abbinden von Extremitäten. Der Blutfluss wird unterbunden.

Das bringt Okklusionstraining?

Okklusion wirkt sich verkürzend auf die Regeneration aus. Nach Verletzungen soll es helfen, schneller wieder Muskeln aufzubauen. Gerade, wenn in diesen Phasen nur wenig Gewicht bewegt werden kann.

Grundsätzlich raten manche Experten, nur mit Gewicht zu trainieren, das bei 70 Prozent des Gewichts liegt, das man nur einmal sauber bewegen kann. Ansonsten soll Muskelwachstum ausbleiben. Das Okklusionstraining soll diese Expertise widerlegen. Sportwissenschaftliche Forschungen sagen, dass beim Abbinden sogar nur noch 20 Prozent reichen. Das Muskelwachstum an Armen und Beinen ist beim Okklusionstraining enorm.

Warum funktioniert Okklusionstraining?

Auch da ist man sich noch uneins. Manche Experten sprechen von einer „Metabolitenanhäufung“, die entsteht. Sogenannte Satellitenzellen werden hochgefahren. Das wirkt sich positiv auf die Wiederherstellung beschädigter Muskelfasern aus. Dazu wird die Konzentration des Proteins Myostatin reduziert, welches das Muskelwachstum hemmt. Diese „Metabolitenhäufung“ in Kombination mit einer erhöhten Hormonausschüttung, Zellschwellung und dem durch das Abbinden entstehenden Sauerstoffmangel, lässt den Muskel schließlich auch durch den Einsatz von wenig Gewicht wachsen.

Tut Okklusionstraining weh?

Natürlich ist Schmerzempfinden etwas sehr Subjektives, aber ohne Aua geht es bei dieser Trainingsmethode für gewöhnlich nicht.

Ist Okklusionstraining etwas für Anfänger?

Befürworter betonen, dass es für jeden Leistungsstand geeignet ist. Dennoch sollten Anfänger zunächst einmal den „klassischen Weg“ gehen, um auch ein Gefühl für den eigenen Körper und das Training zu entwickeln.

MEHR ZUM THEMA

Komplettes Workout
Komplettes Workout mit der Stange

Comeback der Langhantel

Das Comeback der Langhantel

Effektives Ganzkörperworkout gefällig? Schnapp dir die Langhantel und leg los! Viel einfacher geht es nicht.

Weg mit den „MOOBS“
Weg mit den „MOOBS“

Das Mega-Brust-Workout

Das Mega-Workout für deine Brust

Männer mögen Brüste – so weit, so klar. Bei ihren eigenen „Titten“ hört jedoch der Spaß auf.

Deine Geheimwaffe?
Die Fitness-Geheimwaffe?

Training mit der Trap Bar

Darum solltest du mit der Trap Bar trainieren

Viele Dinge im Leben, die kompliziert aussehen, sind es oftmals gar nicht. Das gilt auch für die Trap Bar.

Schnell, hart, gut!
Schnell, hart, effektiv

Muskeln statt Fett!

Muskeln aufbauen, Fett schmelzen lassen – mit dem Box-Workout

Mit einem Workout nicht nur Muskeln, sondern auch richtig Ausdauer zu klotzen? Probier es aus!

Was brauche ich zum Abbinden?

Viele greifen auf Manschetten zurück, ähnlich wie sie beispielsweise beim Blutabnehmen verwendet werden. Ziel ist, den venösen Blutfluss zu unterbinden. Wichtig ist bei den Manschetten, dass sie nicht einschneiden.

Wann sollte ich auf das Abbinden verzichten?

Abbinden solltest du nur, wenn du dich wirklich fit fühlst und deine Haut gesund ist. Bei offenen Wunden oder Verbrennungen solltest du es sein lassen. Genauso, wenn du dich unwohl fühlst, Bluthochdruck hast oder einen Herzfehler. Auch wenn du thrombosegefährdet bist, ist Okklusionstraining nichts für dich. Auch Schwangere lassen es lieber.

Seit wann wird Okklusionstraining praktiziert?

Okklusionstraining hat seine Ursprünge in Japan und wurde in den 1960er-Jahren von einem Wissenschaftler eher zufällig entdeckt. Jedoch erst in den 1990er-Jahren begann man, sich damit in der Trainingslehre intensiver auseinanderzusetzen.