Ein falscher Schritt und schon ist es geschehen
6. August 2019

Neue Studie

Erhöht HIIT die Verletzungsgefahr?

Wenn das Fett weg soll, gibt es fast nichts Besseres als ein schönes High Intensity Intervall Training (kurz HIIT). Doch jetzt die schlechte Nachricht: Laut einer aktuellen Studie erhöht sich die Verletzungsgefahr für Knie und Knöchel immens.

Mehr Ausdauer, mehr Fettverbrennung, besserer Stoffwechsel – HIIT solltest du immer wieder in dein Training einbauen. Es gibt kein effektiveres Workout gegen das lästige Bauchfett. Einer US-Studie zufolge hat das Power-Workout jedoch auch eine Schattenseite: das Verletzungsrisiko!

Knie und Sprunggelenke besonders anfällig!

Der renommierte Wissenschaftler Dr. Joseph Ippolito von der Washington University in St. Louis hat seine Studienergebnisse kürzlich im „Journal of Sports Medicine and Physical Fitness“ publiziert. Demnach sind besonders die Knie, Sprunggelenke und Schulterpartien anfällig für Verstauchungen, Zerrungen oder auch Muskelrisse.

Hierfür hat das Team um Ippolito die Daten des „National Electronic Injury Surveillance System“ aus rund zehn Jahren analysiert. Demnach entstanden rund drei Millionen Verletzungen aus den Folgen eines HIIT-Workouts. Dabei nahmen die Verletzungen von Jahr zu Jahr im gleichen Maße zu, wie das Interesse an HIIT – basierend auf der Anzahl von Suchbefehlen im Internet – stieg.

Gutes Workout, schlechtes Workout?

In einer Pressemitteilung erklärt Ippolito das Verletzungsaufkommen wie folgt. Ippolito: „Diese Trainings werden als Allrounder vermarktet, die angeblich jeder machen kann. Viele Sportler, insbesondere Amateure, verfügen jedoch nicht über die Flexibilität, Beweglichkeit, Rumpfkraft und Muskulatur, um die Übungen richtig auszuführen.“ Auch langfristige Folgen hält Ippolito nicht für ausgeschlossen: „Es gibt starke Beweise dafür, dass diese Arten von Verletzungen – insbesondere durch wiederholte Überbelastung des Knies – zu Arthrose führen können.“

Es ist aber auch so, dass die Ausführung unter der Belastung leidet und so die Verletzungsgefahr sich erhöht. Wenn du 30 Sekunden Vollgas geben sollst, aber nur Luft für 10 Sekunden hast, muss man kein Mathematiker sein, um zu wissen, dass die Ausführung zum Ende definitiv unsauber wird.

Das alles bedeutet natürlich nicht, dass HIITʼs direkt tabu sind. Es gibt schlicht und ergreifend Dinge, die ihr beachten solltet.
Bist du außer Form: Mach kein HIIT
– Bist du in Form, aber bereits angeschlagen (z. B. Muskelverhärtung): Mach kein HIIT
– Hast du am nächsten Tag wichtige Termine, und eine entsprechende Regeneration ist nicht gewährleistet: Mach kein HIIT
– Kennst du nicht dein Limit: Mach kein HIIT

Was sagt uns die Studie noch?

Für ein HIIT ist es nötig, dass du Kontinuität in deinem Training hast. Du solltest dir die nötigen Grundvoraussetzungen (Kraft, Gleichgewicht, Muskulatur) antrainieren, bevor du regelmäßig die anstrengenden „Intervalle“ in dein Training integrierst.

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