Das Gute am Schattenboxen zu Hause: Du brauchst weder Bandagen noch einen Boxsack
21. April 2020

Fitness zu Hause

Schattenboxen gegen den Corona-Frust

Viele sind aktuell in den eigenen vier Wänden gefangen. Corona-Quarantäne! Da kann einem schnell die Decke auf den Kopf fallen. Ein Weg, den Kopf freizubekommen, ist das Schattenboxen. Das ist so einfach und effektiv, wie Händewaschen gegen die Viren. Dazu bleibst frei von blauen Flecken und brauchst auch keine Gesichtsmaske. Du kannst dir ja vorstellen, dass du so Covid-19 bekämpfst. 

Boxen ist ein Sport, der süchtig machen kann. Kaum ein Workout fordert deinen Körper so sehr. Es funktioniert sogar ganz ohne Sandsack oder Equipment. Auch Profis betreiben das sogenannte Schattenboxen. Mach dein Wohnzimmer zum Boxring!

Dein Spiegelbild als Gegner

Wie der Name es schon verrät: Hier bist du dein Gegner. Die Variante vor dem Spiegel ist besonders für Anfänger geeignet. Hier können Box-Einsteiger (oder die, die es werden wollen) exakte Schlagabfolgen am eigenen Spiegelbild imitieren. Dazu schult es dich, um zu erkennen, wohin man überhaupt schlagen muss, um bestimmte Körperregionen zu treffen. Das hilft, um beispielsweise die Ausführung zu kontrollieren. Geht die Hüfte mit? Wie verhalten sich meine Beine beim Schlag? Wie halte ich meine Deckung?

Hier ist es weniger dynamisch, als beispielsweise bei der Nachahmung eines echten Fights. Der Stand: Bei Rechtshändern steht das linke Bein vorne, bei Linkshändern ist es genau andersherum. Fäuste vors Kinn (nicht die Augen, denn sonst siehst du nichts). Volle Konzentration auf Ziel und Ausführung. Auch das Ausweichen kann durch gezieltes Bewegen des Oberkörpers trainiert werden. Kombination, Wegducken, Konter – wie beim echten Boxen, nur dass du ohne blaues Auge davonkommst.

Was bringt Schattenboxen?

Aber bringt mir einfach ein bisschen durch das Wohnzimmer zu tänzeln und ab und zu in die Luft schlagen überhaupt etwas? Die Antwort ist simpel, einfach und klar: JA!

Drei Minuten intensive Bewegung, 60 Sekunden Pause – und das zwölfmal. Vielen Dank. Bei wem dann nicht der Schweiß fließt, macht es entweder nicht richtig oder ist eine echte Maschine. Zu letzterem: Herzlichen Glückwunsch.

Hierfür benötigt ihr natürlich mehr Platz. Also die Möbel etwas zur Seite. Die Stoppuhr am Handy gestellt und los geht’s. Wer es wirklich schafft, über die volle Distanz zu gehen, wird merken, wie anstrengend das Schattenboxen wirklich sein kann – wenn man es mit der nötigen Ernsthaftigkeit betreibt.

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Ganz wichtig: Schattenboxen hat nicht nur einen körperlichen, sondern auch einen seelischen Nutzen. Bei kaum einem Home-Workout bekommst du so gut den Kopf frei, wie beim Schattenboxen. Dabei darf es auch ruhig laut werden. Lautes Ausatmen gehört beim Boxen einfach dazu. Wer nach dem Boxen den Kopf noch nicht frei hat, kann ja zum Runterkommen noch eine Runde meditieren. Auch ein Weg, damit einem während einer eventuellen Quarantäne nicht die Decke auf den Kopf fällt.

Boxen ist auch in coronafreien Zeiten eine sinnvolle Ergänzung für dein Training – und zwar nicht nur, um dich vom Alltagsstress zu befreien. Die körperlichen Vorzüge sind nicht von der Hand zu weisen. Wenn du beispielsweise vor dem Spiegel deine Schläge imitierst, wirst du sehen, wie du etwa deine Bauchmuskeln trainierst. Schläge (und Kicks) kannst du auch super in Kraftausdauer-Workouts einbauen. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.