Führen immer die gleichen Übungen beim Training tatsächlich zur befürchteten Stagnation?
4. August 2020

Confused Muscles oder Progressive Overload

Was lässt die Muskeln wachsen?

Stagnation hängt oftmals mit zu einseitigem Training zusammen. Variationen beim Workout leisten Abhilfe. Oder doch einfach nur mehr Gewicht?

Einige Fitness-Experten raten oftmals zu „Confused Muscles“ (Verwirrten Muskeln). Damit ist gemeint, dass dein Training für dich zwar zur Alltagsroutine werden soll, aber du im Gym nicht jedes Mal einfach nur das gleiche Programm bzw. die gleichen Übungen abspulst. Das führt über kurz oder lang zu der gefürchteten Stagnation.

Abwechslung für mehr Muskelwachstum

Immer mal etwas Neues ausprobieren. Das erweitert den Horizont und im Gym am Ende die Muskeln. Dafür reicht es schon, Übungen für die jeweiligen Körperpartien zu variieren. Sollte für jeden möglich sein, schließlich gibt es mehr Fitness- und Kraft-Übungen als McFIT-Studios.

Das sieht jedoch längst nicht jeder so. Einige Kritiker der „Confused Muscles“ schwören stattdessen auf „Progressive Overload“. Hier wird ein Muskel (zum Beispiel Bizeps) auf immer die gleiche Art und Weise trainiert (Curls) und dafür peu à peu die Intensität gesteigert, bis eine – wörtlich übersetzt – progressive Überlastung eintritt.

Studie aus Brasilien klärt auf

Das schreit natürlich nach einer Studie. Wissenschaftler aus Brasilien haben uns den Gefallen getan und geforscht. Das Prinzip: Zwei Gruppen sportlicher Männer gingen acht Wochen ins Gym, bei vier Einheiten pro Woche. Zweimal Oberkörper, zweimal Beine. Eine Gruppe trainierte immer nach dem gleichen Schema, die andere Gruppe nutzte eine App, um bei jeder Einheit neue Reize zu setzen. Bedingung: je drei Sets von sechs Übungen mit jeweils zwei Minuten Pause dazwischen.

Das Ergebnis: Das Muskelwachstum war jeweils gleich. Es soll also jeder so trainieren, wie er lustig ist? Nicht ganz. Die Forscher konnten ermitteln, dass die Gruppe, die ihr Training abwechslungsreich gestaltete, nach den acht Wochen über eine höhere Motivation verfügte, während bei der anderen Gruppe sich eher Lustlosigkeit einstellte.

Die Verwirrung nicht übertreiben

Dennoch kommt es auch bei der Abwechslung auf die Dosis an. Zu viel Abwechslung wirkt sich wiederum negativ auf Wachstum und Stärke der Muckis aus. Experten empfehlen, die „Muskel-Verwirrung“ an den Trainingszustand anzupassen. Sonst kann es auch zu einer Überbelastung und Schmerzen kommen.

Am Ende des Tages zählt jedoch, dass du regelmäßig trainierst. Wie du deinen inneren Schweinehund bekämpfst, musst du selbst wissen. Mach Sport, deine Muskeln werden es dir danken.

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