Jasmin hat schon eine lange Fitness-Reise hinter sich und viel ausprobiert. Das Ergebnis kann sich aber definitiv sehen lassen
11. Dezember 2019
von PIERRE SCHOBER & FRANZISKA SCHINDLER

Mitglied des Monats

Für Jasmin ist keine Challenge zu schwer

Herausforderungen spielen im Leben von Jasmin (24, aus Berlin) eine wichtige Rolle. So hat sie es auch in die Endausscheidung zur Wahl für die „Miss Berlin“ geschafft. Aus dem JOHN REED, zum Mitglied des Monats und dann zur „Miss Germany“? Bei Jasmin ist nichts unmöglich.

Wie bist du zum Fitness-Sport gekommen?

Das hatte tatsächlich mehrere Gründe. Als ich jünger war, war ich übergewichtig. Dann hatte ich an einem Tag einen Klick-Moment, an dem ich mir gesagt habe: Ab heute ändere ich alles. Von da an habe ich für mich selbst gekocht und habe mich beim Boxen angemeldet. Da war ich 12 oder 13. Ich habe dann um die 30 Kilo abgenommen.

Wie ging es weiter?

Meine Freundinnen haben sich dann im Fitness-Studio angemeldet und ich mit. Während die meisten schnell wieder abgemeldet waren, bin ich dabeigeblieben. Und dann habe ich gerechnet, wie oft ich gehen muss, damit es sich wirtschaftlich lohnt (lacht). Okay, dreimal pro Woche und das habe ich dann auch durchgezogen. Schließlich hat meine Mama es mir bezahlt. Und so ist es gewachsen, bis ich teilweise fünfmal, sechsmal pro Woche oder sogar täglich im Gym war, weil es mir mittlerweile so viel Spaß gemacht hat.

Bist du so kalkuliert?

Eher verrückt (lacht). Ich gehe joggen, wollte aber mal fit für den Sommer werden. Also brauche ich eine Motivation und habe mich für einen Halbmarathon angemeldet. Beim Sport setze ich mir Challenges und versuche, daran zu wachsen und mich zu motivieren.

Wie ist es dazu gekommen, dass du so übergewichtig warst?

Ich habe halt immer alles bekommen, was ich wollte. Süßigkeiten, Fast Food und habe mich nie damit auseinandergesetzt. In meiner Teenager-Zeit war das auch nicht so ein präsentes Thema in der Öffentlichkeit. Zu Hause habe ich dann auch meine Mama gecoacht, die ebenfalls gleich 20 Kilo abgenommen hat.

Hattest du andere gesundheitliche Probleme durch die Ernährung?

Mein Cholesterin war ziemlich hoch, was von den Ernährungsberatern immer aufgrund meines Alters belächelt wurde. Ich habe mich unwohl gefühlt. Ich wusste schnell, dass ich meine Probleme selbst lösen muss, weil es sonst keiner macht. Und dann habe ich es einfach durchgezogen.

Heute bist du praktizierende Veganerin. Wann hat das angefangen?

So vor sieben oder acht Jahren. Auch wieder durch eine Challenge. Ich war immer sehr fleischbezogen. Als das Thema Vegan immer präsenter wurde, habe ich zunächst gedacht, dass würde ich niemals schaffen. Also: Challenge accepted (lacht). Ich beweise mir Dinge gerne selbst.

War es nur ein Experiment oder war es direkt auf immer und ewig ausgelegt?

Zunächst nur ein Monat und dann habe ich mich mit den ethischen Aspekten beschäftigt. Auch in Kombination mit meinem Training habe ich dann Fortschritte gemacht. Meine Kondition hat sich extrem verbessert, meine Regenerationszeit wurde viel kürzer.

Wie sieht deine Ernährung heute aus? Woher beziehst du deine Proteine?

Ich bin schon „Team Carbs“, achte aber auch auf Proteine. Ich nutze Supplements, nicht nur auf Soja basierend. Erbsenprotein, Reisprotein, etc. Unsere Gesellschaft ist so fortschrittlich, aber bei der Ernährung beziehen wir uns gerne auf die Steinzeit.

Erzähl uns mal etwas über deine Trainingswoche?

Es kommt auf meine Ziele an. In Richtung Sommer geht der Fokus mehr auf die Definition. Ich mache in etwa sechs Einheiten pro Woche, darunter viel Spinning. Dreimal die Woche steht Krafttraining an, Beine, Oberkörper, Ganzkörper. Manchmal trainiere ich auch zweimal am Tag, weil ich gern mit Freunden trainiere.

Du trainierst jetzt seit elf Jahren. Wann hast du den Punkt erreicht, wo du glücklich mit dir selbst warst?

Ich glaube, das hatte nicht nur etwas mit meinem Training zu tun. Ich war 2017 auf Weltreise und da ist es mir bewusst geworden. Ich habe mich mehr mit mir selbst beschäftigt und nach meinem Marathon eine kleine Sportpause gemacht. Ich hatte mich etwas zu sehr gepusht, sodass Sport schon fast zu einem Zwang geworden war.

Was bedeutet Sport für dich heute?

Es ist gut für meine Psyche und Zeit nur für mich. Die Zeit beim Sport ist – unabhängig vom Stress und meinen Reisen – für mich, da bin ich nur mit mir selbst beschäftigt. Das ist für mich, in Kombination mit gesunder Ernährung, das beste Investment in meine Zukunft.

Was hast du so in den letzten Monaten alles erreicht.

Ich habe im letzten Jahr mein Training komplett umgestellt, weil ich ja eigentlich eine definierte Figur haben will. Ich setze jetzt mehr auf Kraftausdauer und so ist mein Körper schmaler geworden. Ich habe meinen Po-Umfang um 30 cm minimiert (lacht). Habe – auch durch eine Ernährungsumstellung – endlich ein Sixpack, ich habe mir einen Spagat beigebracht und jetzt will ich noch einen sauberen Männerspagat hinbekommen.

Wie ist es denn dazu gekommen, dass du jetzt bei einer Miss-Wahl mitmachst?

Der Titel vom Miss Germany in diesem Jahr ist „Empowering Women“. Da habe ich sofort gedacht, das passt zu mir. Mein Motto, „Sport als Lifestyle“, kam gut an und so bin ich für die „Miss Berlin“-Wahl dann auch für die Top 10 gevotet und 2019 findet noch die Wahl statt.

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