Erik hat mit ein paar Tricks ordentlich Muskeln aufgebaut, obwohl er eigentlich nur schwer zunimmt
5. Juni 2020
von Franziska Schindler

Von der Schule ins Gym

Erik hat bereits mit 16 das Ziel, auf die Bühne zu gehen

Krafttraining ist nichts für Jugendliche? Erik, unser Mitglied des Monats im Juni, ist der lebende Beweis dafür, dass man schon als Teenager Muskeln aufbauen kann – ohne seinem Körper damit zu schaden. Im Interview mit LOOX verrät der 16-jährige Schüler aus Berlin, welche Fehler er anfangs gemacht hat und wie seine Muckis bei den Mädels ankommen!

Erik, wann hast du mit dem Krafttraining angefangen?
Ich habe vor eineinhalb Jahren zu Hause mit den Basics, wie Liegestütze und so weiter, angefangen. Danach bin ich raus in den Volkspark und habe Calisthenics gemacht. Letztes Jahr in den Osterferien habe ich mich dann bei McFIT angemeldet und mit dem Krafttraining begonnen.

Was hat dich schon so früh zum Kraftsport motiviert?
„The Rock“ war schon immer mein Lieblingsschauspieler. Weil er mehr Muskulatur und Masse hat, wollte ich auch aufbauen. Nach einiger Zeit kamen Leute auf mich zu und haben mir gesagt, dass es toll ist, was ich mache. Das hat mich natürlich dazu motiviert, weiterzumachen!

Wie sieht dein momentaner Trainingsplan aus?
Ich stelle mir meine Pläne immer selbst zusammen, je nachdem wie es mir in der jeweiligen Woche gerade passt. Damit trainiere ich dann sechs- bis siebenmal für ungefähr zwei bis drei Stunden. Aber da der Körper ja umso mehr Regenerationszeit benötigt, je intensiver das Training war, muss ich jedes Mal schauen, wie es mir geht.

Trainierst du nach einem bestimmten Trainingssplit?
Ich hab keinen wirklichen Split. Ich trainiere insgesamt dreimal pro Woche Brust, dreimal die Beine, den Bauch jeden Tag. Und Rücken und Schultern mache ich zweimal die Woche.

Dein Krafttraining scheint viel Zeit in Anspruch zu nehmen. Wie vereinbarst du es mit der Schule?
Mein Tagesablauf sieht so aus: Ich stehe morgens auf und gehe in die Schule. Wenn früh Schluss ist, habe ich bis Nachmittag genug Zeit, um zu lernen. Und dann geh ich immer abends von 19 Uhr bis 22 Uhr ins Fitnessstudio.

Du bist mit 16 Jahren sicher einer der Jüngsten im Gym. Wie fühlst du dich dabei?
Die meisten wissen gar nicht, wie jung ich bin. Daher fühle ich mich eigentlich ganz normal. Es kommt aber schon mal vor, dass ich darauf angesprochen werde und sich Leute sogar Trainingstipps von mir holen!

Was sagen deine Eltern zu deinem Hobby?
Solange ich Spaß am Training habe, soll ich es auch machen. Sie möchten nur nicht, dass ich es mit den Gewichten übertreibe oder meinen Körper zu sehr belaste. Zu viel Muskelmasse fänden sie auch nicht gut, aber mein persönliches Ziel ist halt ein anderes (lacht)!

Und wie finden es deine Freunde, dass du dem Kraftsport nachgehst? Bist du der einzige in deinem Freundeskreis?
Anfangs war ich der einzige in meinem Freundeskreis, weil ich so oft gegangen bin und das Fitnessstudio in meiner Altersgruppe noch kein so großer Hype war. Aber nach ein paar Monaten haben sich auch einige meiner Freunde angemeldet. Jetzt trainieren wir oft zusammen, vor allem bei bestimmten Übungen wie Bankdrücken zum Beispiel. Aber ich gehe auch gern allein zum Training, weil ich mich so besser konzentrieren kann.

Deinen Freunden scheint dein Hobby also zu gefallen. Und wie kommt dein Körper bei den Mädels an?
Uff ähm, gut würde ich sagen (lacht)! Ich glaube sie mögen durchtrainierte Jungs.

Welche Tipps hast du für Jugendliche, die ebenfalls gut ankommen und mit dem Krafttraining loslegen möchten?
Man sollte erst mal mit den Basics anfangen und viel mit dem eigenen Körpergewicht machen. Beziehungsweise mit wenig Gewicht starten und sich allmählich steigern. Und einer der wichtigsten Aspekte ist Ernährung. Die ist ganz, ganz, ganz wichtig – auch für Anfänger!

Wie ernährst du dich, wenn du so großen Wert darauf legst?
Mein Stoffwechsel ist sehr krass, weshalb ich schwer zunehme. Daher esse ich wirklich viel. Das kann schön sein, ist aber auch anstrengend. Ich esse zum Beispiel zwischendurch Nüsse, auch wenn ich keinen Hunger hab, um auf meine Kalorien zu kommen. Ansonsten trinke ich auch gerne mal einen Weightgainer-Shake.

Welche Fehler hast du anfangs gemacht und wie kann man sie vermeiden?
Ich habe am Anfang den Fehler gemacht, meine Beine und den unteren Rücken zu vernachlässigen. Also habe ich jetzt begonnen, die Beine mehrmals zu trainieren. Momentan sind sie dreimal die Woche dran. Den unteren Rücken mache ich jetzt auch öfter. Ich würde also jedem empfehlen, von Anfang an jeden Muskelbereich ausreichend zu trainieren, sonst kommt es zu Dysbalancen.

Welche Bedeutung hat der Sport mittlerweile für dich?
Ohne Sport komme ich nicht klar. Er macht mir einfach so viel Spaß, dass ich nicht mehr damit aufhören kann – Sport ist sowas wie eine Sucht für mich! Ich könnte mir also gut vorstellen, später mal Personal Trainer zu werden oder in einem Fitnessstudio zu arbeiten.

Das klingt nach einem tollen Ziel. Welches hast du denn schon erreicht?
Ich habe es geschafft, eine ästhetische Physik zu bekommen, habe ziemlich viele Übungen im Calisthenics gemeistert und die 100 Kilo beim Bankdrücken habe ich auch schon geknackt. Da ich aber noch mehr möchte, ist eines meiner Ziele, einen Bodybuilding-Wettkampf mitzumachen und auf die Bühne zu gehen.

Das ist wirklich ambitioniert! Ansonsten hast du in deinem jungen Alter schon viel geschafft, worauf du stolz sein kannst. Worauf bist du persönlich am stolzesten?
Ich bin stolz darauf, McFIT-Mitglied zu sein und dort so viel erreicht zu haben – das habe ich anfangs nicht erwartet. Denn ich muss zugeben, dass ich zuerst skeptisch gegenüber Fitnessstudios war. Aber als ich gemerkt habe, dass ich meine Ziele damit schneller erreiche, hat sich meine Einstellung komplett verändert.