25. Februar 2019
von Alisha Pälmke

Von fettleibig zu fit

Deni ist unser Mitglied des Monats Februar

Vom lebensgefährlich übergewichtigen Jugendlichen zu einem fitten, gesunden Personal Trainer! Das ist unser Mitglied des Monats Deni (28). Er hat es geschafft, über 70 Kilo abzunehmen und ein komplett neues Leben zu beginnen. Und McFIT ist ein großer Teil davon.

Deni, wie kam es dazu, dass du dich entschieden hast abzunehmen?
Ich litt an Adipositas Stufe drei. Ich hab mich auch immer unwohl gefühlt. Immer schwach und ich habe fünf Minuten gebraucht, um aus dem Bett aufzustehen. Mit 21 musste ich schon Bluthochdruckmittel nehmen. Mein Bluthochdruck war über 180! Im Flugzeug hatte ich auch keinen Platz. Die Lebensqualität war echt sehr eingeschränkt. Meine Ärztin hat dann zu mir gesagt, wenn ich so weitermache, würde ich mein 30. Lebensjahr nicht erreichen und ich wurde immer dicker und dicker. Ich war mal in der Stadt und bin an einem kleinen Kind vorbeigegangen. Dann hat sich das Kind umgedreht und zu seiner Mutter gesagt: „Mama, warum ist der Mann so dick?“ Ich wusste das ja selbst, ich konnte mich ja nicht anlügen, aber da habe ich dann gesagt: „Jetzt reicht es.“

Und dann hast du dich entschieden abzunehmen?
Genau, ich habe mich da sehr lange informiert und habe viele Diätprogramme ausprobiert. Weight Watchers, Kohlsuppendiät etc. Da habe ich dann zwar zwei oder drei Kilo abgenommen, aber das Problem war, dass ich immer sehr, sehr viel gegessen habe und nicht satt wurde. Da wusste ich dann nicht, was ich machen soll. Ich war auch bei einem Ernährungspsychologen, um zu gucken, woran das liegen kann. Er konnte mir aber leider nicht helfen. Ich war bei normalen Ärzten, wo ich mir die Schilddrüse überprüfen lassen habe. Das war auch alles normal. Ich habe mich dann an mehrere Adipositas-Chirurgen wegen einer Magenverkleinerung gewendet. Meine Schwester hat extra einen Kredit für mich aufgenommen, weil ich ja erst 23 war. Das habe ich aber auch in zwei Jahren zurückzahlen können.

Wie ist es dann nach so einer OP?
Die ersten drei Tage nach der OP durfte ich nichts essen und trinken. Da habe ich nur eine Infusion bekommen. Nach drei Tagen habe ich dann Wasser bekommen. Da war ich schon nach ein paar Schlucken total satt. Später habe ich dann Proteinshakes bekommen. Da war ich echt baff, dass ich so schnell satt war. Nach ein paar Wochen durfte ich feste Nahrung zu mir nehmen. Da hab ich zum ersten Mal wieder Hähnchen gegessen.

Was kochst du jetzt meistens?
Ich koche gern mageres Fleisch mit Reis. Ich esse viel Salat oder auch Eintöpfe und Suppen. Ich benutze keinerlei Konservenprodukte oder solche Sachen und ich koche immer nur mit Ghee.

Wie hast du mit Sport angefangen?
Ich habe mich direkt beim McFIT angemeldet. Die ersten Monate war ich nur auf dem Fahrrad oder bin auf dem Laufband gewalkt. Da war ich immer noch sehr dick. Nach drei Monaten habe ich langsam was für die Muskeln getan und mit Gewichten trainiert.

Wie sieht denn heute dein Training aus?
Mein Ziel für die Zukunft ist auf jeden Fall Muskelaufbau. Im Moment wärme ich mich auf und trainiere viel mit schweren Gewichten. Jetzt kann ich Kreuzheben machen oder richtig joggen auf dem Laufband, ohne die Gelenke kaputt zu machen.

Hast du eine Übung, die dir einen Anhaltspunkt gibt, wie sehr du dich verbessert hast?
Ja, früher konnte ich nur fünf Minuten laufen und heute 15 Minuten ohne Probleme. Und auch bei Bauchübungen habe ich früher nur drei Wiederholungen geschafft und heute schaffe ich 30.

Du hast dann deine Haut straffen lassen oder?
Ja, nach zwei Jahren. Bauch, Rücken und Brust. Das dauerte acht Stunden. Noch ein Jahr später habe ich dann die Haut an den Armen straffen lassen.

Und wie fühlt sich das dann an, wenn man aufwacht?
Das tat schon weh. Ich hatte danach Korsetts an, und die Haut spannte sehr. Ich habe das in Serbien machen lassen und musste dann nach einer Woche zum Flughafen und konnte kaum laufen. Ich konnte mich nicht nach vorne beugen und auch nicht nach hinten.

Wann war das alles verheilt?
Nach der Hautstraffung durfte ich drei Monate nicht trainieren. Das war schon eine Qual. Ich gehe viermal die Woche zum Sport und das gehört einfach zu mir.

Was siehst du denn, wenn du jetzt in den Spiegel guckst?
Ich muss immer anfangen zu lachen. Im positiven Sinne. Ich denke, wenn du in den Spiegel guckst und dich dein Spiegelbild zum Lächeln bringt, hat man was richtig gemacht. Mir ist es aber auch wichtig, dass Leute zu mir sagen, dass mein Charakter sich nicht verändert hat und ich immer noch derselbe bin. Wenn ich manchmal in den Spiegel gucke und keiner da ist, denke ich: „Du siehst schon krass aus.“ (lacht) Ich bin da stolz auf mich und ich habe viel geschafft. Das bringt mich zum Lächeln.