Geht es noch besser? Mit seinem Hammer-Body stand Sakraya schon für die Erfolgsserie "4 Blocks" vor der Kamera
8. Januar 2019
von PIERRE SCHOBER

Neu im Kino: „Kalte Füße“

Darum fasst Emilio Sakraya kaum noch Gewichte an

Von „Bibi & Tina“ bis „4 Blocks“ – das Spektrum von Emilio Sakraya (22) ist breit. Seit seinem 9. Lebensjahr steht er schon vor der Kamera und noch länger macht er Sport. Das sieht man. Der Body des Frauenschwarms bringt alle Voraussetzungen für einen Action-Star mit. Doch bevor er es auf der Leinwand auch mal krachen lassen darf, zeigt er in „Kalte Füße“ (Kino-Start: 10. Januar 2019) seine lustige Seite. LOOX traf Emilio in Berlin zum Interview.

Dass du Kampfsporterfahren bist, ist bekannt. Dass du einen Mega-Body hast, weiß man, wenn man dir bei Instagram folgt. Aber, dass du auch diese Akrobatik draufhast, ist neu. Hast du damit extra für den Film angefangen oder machst du das schon länger?

Ich mache das tatsächlich schon sehr lange. Sowohl Parcours, als auch Akrobatik. Ich finde es aber interessant, dass es im Film anscheinend so heftig rüberkommt.

Ich fand es auf jeden Fall sehr beeindruckend. Denn du bist ja auch nicht gerade zierlich.

Das stimmt (lacht). Das kommt aber in erster Linie vom Parcours- und Akrobatik-Training. Ich habe ja nun auch wirklich fast alles durch – von Eiskunstlauf bis Leichtathletik.

Hätte man Eiskunstlauf nicht noch in den Film einbauen können? Das wäre doch perfekt gewesen.

Ja, aber dann hätte meine Rolle wieder der Part sein müssen, der es nicht kann und Sonjas Rolle, die die es kann.

Oder ihr hättet die Zuschauer überrascht!

Vielleicht beim zweiten Teil.

Bekommt man – Achtung Wortspiel – „kalte Füße“, wenn man mit einer Legende wie Heiner Lauterbach zusammen spielen darf?

Gar nicht, tatsächlich. Mit Heiner hatte ich auch schon einmal gedreht, das war 2014. Da hat er meinen Großvater gespielt. In dem Fall war es eher ein nettes Wiedersehen.

Und generell, wenn man mit einem Star dieses Kalibers arbeitet?

Es kommt natürlich immer darauf an, wie die Leute drauf sind. Bisher war es immer so, dass diese „Stars“ immer sehr anständige Menschen waren. Dann ist es auch relativ leicht. Wir machen schließlich auch alle den gleichen Job. Lernen kann man von jedem Kollegen – unabhängig vom Alter.

Sony Pictures Germany
Schon zum zweiten Mal drehte Emilio Sakraya (r.) mit Kino-Legende Heiner Lauterbach

Wie war die Zusammenarbeit mit Sonja?

Super. Wir kannten uns schon von „Heilstätten“. Es ist immer angenehm, mit Leuten zu drehen, mit denen man schon zusammengearbeitet hat. Speziell bei so einem Kammerspiel wie „Kalte Füße“.

Du bist mega-fit, hast einen beeindruckenden Body. Eigentlich wäre es dann doch mal Zeit für dich, für eine richtige Action-Rolle.

Bitte! Bitte! Total gerne.

Dann lass uns zusammensetzen für ein Drehbuch.

Ja, lass uns sofort loslegen. Spaß beiseite. Absolut. Ich bin gespannt, ob es sich noch in diese Richtung entwickelt, dass wir das generell hinbekommen, in Deutschland gute Action-Filme zu machen. Ich habe da aber ein gutes Gefühl, weil ich sehr viele Kollegen in meinem Alter kenne, die super fit sind. So richtig, richtig Action – das wäre ein Traum.

Da ist Florence Kasumba schon einen Schritt weiter, und mit ihr hast du einen „Tatort“ gedreht. Sie ist ja auch sehr kampfsportbegeistert. Tauscht man sich da auch aus oder trainiert man auch mal gemeinsam?

Wir haben uns morgens mit einer Kampf-Choreo begrüßt und alle am Set beeindruckt (lacht). Nein, aber wir haben uns tatsächlich viel über ihre Arbeit in Hollywood unterhalten. Es war sehr interessant zu hören, wie es in Amerika so abläuft.

Wie sieht denn dein Sport-Alltag aus?

Ich esse einen Apfel am Tag. (lacht)

Mach ich auch. Bringt mir nur nichts.

In der Phase, wo ich spezifisch auf etwas hinarbeite – sei es für eine Rolle oder weil ich Bock darauf habe – mache ich zwei Einheiten am Tag. Die eine besteht aus einem Kraft-Ausdauer-Training. Ich fasse kaum noch Gewichte an. Das habe ich lange gemacht, habe aber gemerkt, dass ich das lieber lasse, weil man davon einfach nur langsam wird und immer breiter. Und gerade in der Kamera wirkt man eh noch mal etwas breiter. Es bietet sich an, lieber etwas dünner und definierter zu sein.

Und die zweite Einheit?

Abends mache ich dann meist noch mal eine Cardio-Einheit. Und natürlich wirklich die Ernährung anpassen. Grundsätzlich glaube ich, dass man sich so ernähren kann, wie man selber Bock hat, wenn man genug Sport macht. Aber ich verzichte dennoch meist auf zuckrige Sachen. Kohlenhydrate sind nicht schlimm, die braucht man auch als Energiequelle. Aber besonders Industriezucker ist das tödliche. Wobei mir einfällt, dass ich gerade zwei Donuts gegessen habe (lacht).

Gibt es noch etwas, was du machst?

Ich lebe Sport. Ich bin Sport. Mich gibt es nicht ohne Sport. Ich merke es auch, dass ich total hibbelig werde, wenn ich einen Tag keinen Sport mache. In erster Linie geht es aber um Fitness und Gesundheit, wie sich das optisch am Ende des Tages darstellt, ist eher zweitrangig. Mein Antrieb ist eher, dass ich es brauche, um fit zu bleiben und einen klaren Kopf zu bekommen.

Hat Sport für dich dann auch einen reinigenden Effekt? Wenn du zum Beispiel Probleme beim Textlernen hast, dass du dich dann eine Stunde auspowerst und schon läuft es wieder?

Das jetzt nicht. Was ich aber merke, wenn ich totalen Stress habe, dass mich Sport speziell am Abend extrem runterholen kann. Ich merke einfach, dass sich ein Tag bei mir anders anfühlt, wenn ich morgens beim Sport war. Irgendwie habe ich dann bessere Laune.

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Wie läuft das bei dir während Dreharbeiten? Du sagst ja dann bestimmt nicht: „Ich drehe jetzt drei Monate. Da mache ich keinen Sport.“

Während Dreharbeiten mache ich nicht annähernd so viel Sport, als wenn ich frei habe. Das haut einfach zeitlich nicht hin. Aber wenn, dann eher vor dem Beginn des Drehtages. Abends kommst du in dein Hotelzimmer und willst einfach nur noch schlafen oder musst dich auf den nächsten Drehtag vorbereiten. Beim Joggen ist es halt schwer, Text zu lernen. Wackelt immer ein wenig (lacht). Während der Dreharbeiten achte ich dann vermehrt auf meine Ernährung.

Viele unserer User kennen dich ja nicht nur aus „Bibi und Tina“, sondern auch aus „4 Blocks“ – ein Highlight der deutschen TV-Geschichte. War dir das damals schon klar, dass das so durch die Decke geht?

Was heißt durch die Decke? Man wusste auf jeden Fall, dass man hier etwas sehr Wertiges dreht – unabhängig davon, wie viele Menschen das am Ende sehen. Du kannst ja auch etwas Hochwertiges drehen, was dann nur zehn Leute sehen. Dass es dann aber auch noch so funktioniert, war ein Extra. Für mich war es dann schön, weil es weg ging von „Bibi und Tina“ und das komplette Gegenteil war, nämlich ein Drogendealer auf der Straße. Das war etwas Anderes und hat sehr gutgetan. Mal durchzudrehen, auf den Boden spucken zu dürfen und sich (erlaubt) asozial in der Rolle zu verhalten. Das war eine sehr, sehr interessante Drehzeit.

Zurück zu „Kalte Füße“. Am 10. Januar kommt der Film in die Kinos. Was kommt danach?

2019 ist im Prinzip schon ziemlich durchgetaktet. Ich wünsche mir vor allem Abwechslung. Steif immer nur das Gleiche drehen, würde mich langweilen. Ich versuche grundsätzlich, beim nächsten Projekt immer etwas anderes zu machen als beim vorherigen – und es kommen tatsächlich ein paar komplett andere Sachen, unter anderem der „Tatort“.

Zum Abschluss: Wie viel Kampfsport machst du noch? Du warst immerhin Deutscher Jugendmeister.

Mittlerweile ist es auch schon ewig her. Ich mach schon noch viel, aber alles in Eigenregie. Ich war ja auch lange Karatetrainer für Kinder und Jugendliche. Irgendwie passt es dann auch nicht mehr mit dem Beruf. Dann lieber in Eigenregie mit dem Boxsack, der sich nicht wehren kann.

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