Hollywood in Berlin: Zu Til Schweigers Remake von "Honig im Kopf" versammelten sich Nick Nolte, Matt Dillon und Co. in der deutschen Hauptstadt
29. Juni 2018
von Alisha Pälmke

Hollywood meets "Honig im Kopf"

„Til ist einzigartig. Ich kenne keinen Regisseur, der so schnell ist wie er“

Die Dreharbeiten für die internationale Version des Kinohits „Honig im Kopf“ haben begonnen. Für das emotionale Remake hat sich Filmemacher Til Schweiger die Hollywood-Größen Nick Nolte und Matt Dillon ins Boot geholt. Während der Dreharbeiten in Berlin schwärmten die Stars über die Zusammenarbeit mit dem gebürtigen Deutschen nur so um die Wette und plauderten über ihr privates Familienleben.

Til, wovon handelt der Film?

Til: „Honig im Kopf“ ist nicht nur ein Film über Alzheimer. Es ist auch ein Film über eine Familie, die sich mit tagtäglichen Dingen beschäftigen muss, mit denen wir uns alle beschäftigen. Es geht um die Beziehung der einzelnen Familienmitglieder.

Nick: Es ist mehr als nur ein Film über Alzheimer. Es ist vielmehr eine Liebesgeschichte. Nicht nur von einem Paar, sondern auch von einem Kind und seinen Eltern und seinem Opa.

Wann habt ihr euch das erste Mal getroffen und wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Nicks Tochter?

Till: Ich erinnere mich nicht mehr an unsere erste Begegnung. Das ist zu lange her. Ich habe auch Alzheimer.

Nick: Ich habe das Skript gelesen und war bei der Hälfte, als ich Til angerufen, und gesagt habe: „Oh Mann, das ist ein gutes Skript.“ Til wusste, wo ich wohne, kam vorbei und wir haben es besprochen. So hat er auch meine Tochter getroffen.

Til: Es gab überhaupt keine Frage, wer unsere Hauptdarstellerin wird – Nicks Tochter. Ich kann euch versprechen: Sie ist eine Sensation. Unglaublich. Sie ist ein Engel. Sie glänzt. Ich hatte um eine Drei-Tages-Frist gebeten, um einen Plan auszuarbeiten. Ich habe dann mit ihr gesprochen und sie hat zugestimmt.

Nick: Mit meiner Tochter vor der Kamera zu stehen ist toll, denn ich mache Erfahrungen mit ihr, die ich als Vater nicht mache. Als ich letztens meine Tochter zur Schule gebracht habe, hat sie zu, mir gesagt: „Hör zu, du musst mich Enkeltochter nennen, weil die Eltern meiner Freunde alle in ihren 40ern sind und ihr seht aus, als ob ihr in euren 70ern und 80ern seid.“ Ich habe dann geantwortet: „Komm schon Sophie, ich werde sagen, dass du meine Tochter bist“. Und sie hat gewunken und gesagt: „Tschüss Opa“.

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On Set with two Idols❤️🎥 #headfullofhoney

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Wie ist Til als Regisseur?

Matt: Er ist eine Pussy. Weich (lacht). Ich finde er ist fantastisch. Er hat ein großes Herz, was ich sehr wichtig finde. Er ist sehr flexibel und offen für Vorschläge und Ideen und sehr spontan. Das ist bisher sehr gut. Ich habe das Gefühl, wir sind alle sehr offen. Wir haben bisher sehr frei spielen können, viel Improvisation. Dazu ermutigt er.

Nick: Er ist einzigartig. Ich habe noch nie mit so einem Regisseur zusammengearbeitet. Ich kenne keinen, der so schnell ist wie er. Man macht eine Szene und am nächsten Tag kommt er mit dem geschnitten Material zu dir.