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21. September 2018
von Alisha Pälmke

Training, Ernährung, Netflix

So trainiert ein Ninja Warrior

Ninja Warrior is back! Die beliebte Show geht in die nächste Staffel (21. September, 20.15 Uhr/RTL). Mit dabei neben den Moderatoren Frank Buschmann, der bezaubernde Laura Wontorra und Jan Köppen ist Jessica Wielens aus Berlin. LOOX traf das Model zum Interview.

Jessica, wie sieht denn derzeit dein Training aus?

Im Moment trainiere ich zweimal täglich. Morgens mache ich Krafttraining im McFIT, das heißt Powerlifting mit Kniebeugen, Kreuzheben oder Bankdrücken. Ich arbeite dabei am liebsten mit schweren Gewichten. Speziell für Ninja Warrior mache ich dann noch zusätzliches Hangeltraining und Griffkrafttraining und abends gehe ich laufen oder mache noch ein „Workout of the Day“. Das ist ein Cross-Fit-ähnliches Workout.

Warum gehst du abends laufen? Das ist ja eher ungewöhnlich.
Ich mache das nicht, um Fett zu verbrennen, sondern für die Ausdauer. Ab und zu gehe ich auch sehr früh morgens laufen, aber nur, wenn es besser in meinen Tag passt.

Wenn ich jetzt wirklich meinen Körper in Topform bringen möchte, was findest du dann am sinnvollsten: Cardio-Training morgens oder abends?
Bei mir war es noch nie so, dass ich speziell für einen Summer-Body trainiert habe, aber wenn Leute das wollen, dann müssen sie natürlich Training und Ernährung miteinander kombinieren. Dann wäre es auf jeden Fall hilfreich das Ausdauertraining zu steigern, um die Fettverbrennung anzukurbeln und gut morgens, auf nüchternen Magen laufen zu gehen.

Befolgst du selbst einen bestimmten Ernährungsplan?
Nein, ich habe aktuell überhaupt keinen Ernährungsplan. Da gehe ich nach meinem Körpergefühl. Ich habe aber alles schon einmal ausprobiert. Ich hatte mal einen Diät-Plan bei dem ich genau geguckt habe, was ich für mein Training brauche. In der Zeit habe ich mein Essen genau kontrolliert. Ich glaube irgendwann weiß man aber auch, was man essen muss, wenn man ein bestimmtes Training hat. Ich achte darauf, dass ich am Tag ausreichend Proteine und Fette zu mir nehme und die Kohlenhydrate dementsprechend anpasse.

Woraus beziehst du deine Fette?
Meine Fette hole ich mir aus guten Ölen und aus Nüssen. Ich esse immer viele Variationen von Nüssen und wenn ich mir etwas zubereite, kippe ich meist noch eine extra Portion Olivenöl drüber.

Wie sieht denn deine Ernährung im Alltag aus?
Also morgens brauche ich erst einmal meinen Kaffee. Vor dem Sport mache ich mir oft drei Eier mit einer Dose Thunfisch und eine Packung körnigem Frischkäse. Manchmal gehe ich auch auf nüchternen Magen trainieren und trinke danach einen Proteinshake oder esse einen Eiweißriegel. Zu Mittag mache ich mir dann meistens Fisch mit Gemüse. Ich esse selten Kartoffeln, Nudeln oder Reis. Bei mir kommen die Kohlenhydrate aus Gemüse und gutem Fisch. Zwischendurch trinke ich einen Smoothie und an Supplements nehme ich Magnesium, B-Vitamine, Zink und für die Regeneration Schwefel. Im Grunde gibt es abends das Gleiche. Salat mit Fisch oder ein Omelett. Vor dem Schlafen trinke ich manchmal noch einen Proteinshake oder mixe mir etwas Veganes zusammen.

Hast du einen Cheat-Day?
Einen richtigen Cheat-Day habe ich nicht, aber wenn ich mal Lust habe auf ein dickes Eis oder ein Stück Kuchen, gönne ich mir das auch. Ich bin nicht so der Süßigkeiten-Fan, ich esse lieber herzhaft. Abends gibt es daher auch mal eine Tüte Chips oder eine Pizza.

Wenn du in die Vorbereitung für Ninja Warrior und Ultimate Beastmaster gehst, wie stellst du deine Ernährung denn dann um?
Das bleibt tatsächlich immer gleich. Wenn ich zweimal am Tag trainiere nehme ich etwas mehr Kohlenhydrate zu mir, weil ich dann mehr brauche. Das spüre ich, weil mein Körper sagt: „Ich brauche Energie“. Der nimmt sich die Energie zwar gut aus den Fetten, aber im Laufe der Jahre habe ich ein Gefühl entwickelt, dass ich immer ganz genau weiß, was ich brauche und wann ich was essen muss. Ich merke aber auch, dass mir nicht so schnell die Energie verloren geht. Das ist ja auch alles Kopfsache. Wenn ich etwas schaffen will, dann schaffe ich es zuerst im Kopf.

Erzähl doch mal von deiner Erfahrung bei Ninja Warrior. Du warst ja jetzt schon das dritte Mal da, oder?
Ninja Warrior war echt geil. Ich habe letztes Jahr bei der zweiten Staffel das erste Mal mitgemacht. Meine Stiefschwester kam zu mir und hat mir gesagt: „Entweder meldest du dich da an oder ich mache das“. Dann habe ich es halt gemacht. Es war schon eine Überwindung, weil man aus seiner Komfortzone rausgeht und sich im Fernsehen präsentieren muss, aber eigentlich das Beste, was mir passieren konnte. Manchmal muss man halt einfach machen. Beim ersten Mal lief es auch sehr gut und ich war echt stolz, dass ich so weit gekommen bin. Dann kam Team Ninja Warrior: zwei Männer und eine Frau.

Standen die Teams vorher schon fest?
Ja, genau. Die Teams wurden lange vor dem Dreh schon festgelegt, damit wir zusammen trainieren konnten. Den einen kannte ich vorher schon, aber den anderen hatte ich bisher noch nicht persönlich kennengelernt. Auf die Zusammensetzung der Teams hatte ich nicht so viel Einfluss. Ich habe auch echt gut performt, aber meine Jungs sind da leider ein bisschen abgeschmiert. Das war echt traurig, weil ich mir vorgenommen hatte, ins Finale zu kommen.

Wie hast du den Parkour vorher geübt?
Also den Parkour selber kann man nicht üben, weil die Hindernisse vorher nicht bekannt sind. Ich habe mich im McFIT, in der Boulderhalle und im Stuntwerk Köln vorbereitet. Da hat man gute Voraussetzungen, das Hangeln, Klettern und Schwingen zu trainieren.

Hast du mit den anderen beiden zusammen trainiert?
Wir haben auch mal zusammen trainiert, aber nicht so oft. Die sind in Köln und ich in Münster. Da hat es sich nicht immer ergeben.

Und wie bist du zu Ultimate Beastmaster gekommen?
Das war nach dem Ninja Warrior. Meine Freundin hatte mir einen Screenshot geschickt von den ganzen Infos zum Ultimate Beastmaster. Das war nur vier Wochen vor Drehbeginn. Ich habe dann meine Bewerbung dahin geschickt und sofort Rückmeldung bekommen.

Also zu Netflix hast du dann deine Bewerbung geschickt?
Ja, genau. Das ging alles ganz schnell.

Wo habt ihr gedreht?
Der Dreh war in Los Angeles und in einer Wüste in der Nähe. Wir hatten immer drei Drehtage und dann einen Tag frei. Es wurde immer nur nachts gedreht, deswegen ging es um sechs Uhr morgens erst einmal ins Bett, um Kräfte zu tanken. Am eigenen Antrittstag war das schon recht hart, weil man schon nachmittags da sein musste, aber erst gegen Mitternacht angetreten ist. Das war nochmals eine ganz andere Nummer als Ninja Warrior.

Inwiefern waren die Hindernisse schwerer? War der Parkour länger?
Ja, der Parkour war viel länger und alles einfach mehr herausfordernd. Beim Ninja Warrior kann man, wenn man gut ist, schon recht schnell durchflitzen. Das ist zwar auch sehr anspruchsvoll, aber beim Beast muss man komplett einmal vom Maul bis zum Schwanz und es gibt verschiedene Schwierigkeitsgrade. Die Hindernisse, die man überwinden muss, sind super schwer, viel höher und komplizierter.
Ich weiß noch, als ich angekommen bin und wir alles gesehen hatten, saß ich da und dachte mir nur „Fuck, warum bin ich hier?“ Aber dann ist es echt gut gelaufen.