Model, Moderatorin, Autorin: Jana Ina Zarrella
17. Juni 2019
von PIERRE SCHOBER

Die Frau mit dem „Hot Body“

Mit ihr würde Jana Ina gerne einmal den Körper tauschen

Im TV konnte man Jana Ina Zarrella (42) gerade erst bei „Love Island“ bewundern. Doch damit nicht genug. Das Model hat dazu auch noch ihr nächstes Buch auf den Markt gebracht: „Hot Body: Last Minute zum Traumkörper“. Wir sprachen mit ihr über Sport, ihr Leben als „Zuckerholic“ und mit wem sie gerne einmal den Körper tauschen wollen würde.

Jana Ina, „Last Minute zum Traumkörper“. Hast du (d)einen Traumkörper?

Ich habe mit 42 Jahren auf jeden Fall den besten Körper meines Lebens. Ich fühle mich sehr wohl in meiner Haut und bin mit dem, was ich im Spiegel sehe, sehr zufrieden.

Was magst du an deinem Körper am liebsten?

Ich finde diese Frage ehrlich gesagt sehr schwer zu beantworten. Ich habe da keine konkrete Antwort. Vielleicht meine langen Beine oder meine Arme, die durch den Sport viel fester geworden sind.

Wenn du könntest: Mit wem würdest du gerne den Körper – und nur den Körper – für einen Tag oder länger tauschen?

Wenn Izabel Goulart mir ihren Bauch für 24 Stunden ausleihen würde, würde ich nicht Nein sagen (lacht).

In unserem letzten Interview hast du erzählt, dass du erst vor fünf Jahren zum Sport gekommen bist. Was hat sich seitdem für dich verändert?

Es hat sich viel verändert, zum Beispiel, dass ich mich ohne Sport nicht mehr wohl und fit fühle. Ich frage mich, warum ich so lange ohne Sport lebte und ihn für mich nicht früher entdeckt habe. Sport hat mir Lebensqualität geschenkt und ich möchte ihn nicht mehr missen.

Wenn man dich sieht, mag man es kaum glauben, aber du bist tatsächlich schon über 40. Trainierst du heute anders als vor fünf Jahren? Oder anders formuliert: Musst du heute anders trainieren?

Ja, ich bin Ü40 – das hört sich doch toll an. Hahaha. Ich trainiere immer noch gleich, aber muss vielleicht ein bisschen mehr auf die Ernährung achten. Ich mache nicht viel Cardio und deswegen wird bei mir nicht so viel verbrannt, wie ich es mir wünsche.

Wie sieht dein Training aus? Hast du einen strikten Plan?

Ich trainiere 2- bis 3-mal die Woche. Meistens habe ich meine Trainingsstunde, in der ich Pilates mache. Wenn ich diese Stunden nicht schaffe, zwinge ich mich dazu, meine Übungen zu machen. Sie gehen schnell, ich kann sie überall machen und sind sind sehr effektiv. Meistens trainiere ich alleine, ungefähr 30 Minuten.

Über 40 Übungen beinhaltet dein Buch. Was sind denn deine Favoriten?

Ich liebe Plank. Ich planke in allen Variationen und Formen. Ich finde es einfach toll, zu sehen, dass unser Körper viel mehr kann als wir denken. Am Anfang war ich froh, wenn ich anderthalb Minuten geschafft habe. Heute halte ich locker zwei Minuten in der Position.

Du machst auch regelmäßig Pilates. Beschreib uns doch mal, was an Pilates so gut ist?

Seit ich Pilates mache, habe ich keine Rückenschmerzen mehr. Meine Muskulatur ist viel stärker und definierter geworden, ohne dass ich muskulös aussehe. Ich stehe viel gerader und gehe mit meinem Körper viel bewusster um.

Thema: Detox. Das ist nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig. Wie kann man das dennoch erträglich gestalten?

Indem man damit nicht übertreibt und auf den eigenen Körper hört. Jede Person ist anders und deswegen ist es wichtig, genau das zu machen, was dem eigenen Körper guttut.

Dein Mann hat in seiner Jugend sehr erfolgreich Fußball gespielt. Später immerhin noch regelmäßig als Amateur und bei Benefiz-Kicks. Wer ist denn inzwischen sportlicher – du oder dein Giovanni?

Giovanni ist ein sehr sportlicher Typ und kann ohne Sport nicht sein. Heutzutage sagt er immer wieder, dass er nicht glauben kann, wie sportlich ich geworden bin. Ich würde sagen, wir sind beide gut dabei (lacht). Manchmal mache ich irgendwelche Übungen und Giovanni sagt: „Wie? Du kannst so was?“ Ich glaube, ich bin viel stärker als er denkt.

Du hast dich bei uns ja auch als „Zuckerholic“ geoutet. Ist das inzwischen besser geworden?

Das ist meine größte Sünde. Ich kann es einfach nicht lassen, auch wenn es mir bewusst ist, dass Zucker nicht gut für den Körper und die Gesundheit ist. Ich süße keinen Kaffee oder Tee. Aber Schokolade … Ich liebe Schokolade. Ich kann leider nicht anders.

Was ist denn deine süße Lieblingssünde außer Schokolade?

Zitronentorte mit Merengue oben drauf. Oder Brigadeiro (brasilianisches Schoko-Dessert) oder Tiramisu von meiner Schwiegermutter. Mir läuft gerade das Wasser im Mund zusammen.

Die brasilianische Küche ist ja bekannt für seine Desserts. Hast du auch ein Rezept, dass für Sportler verträglich ist?

Oje, ich glaube, es gibt keine Dessert-Rezepte, die gut für Sportler wären (lacht). Für uns Brasilianer muss süß richtig süß sein. Aber Acai mit Granola wäre eine gute Option.

Kommen wir generell zur Ernährung. Kannst du gut verzichten? Wie sieht dein Ernährungsplan aus?

Ich versuche, eine gesunde Balance zu finden. Ich frühstücke meistens gesund und sündige im Laufe des Tages. Ich liebe es zu essen, aber ich esse nicht extrem viel. Ich achte drauf, dass ich Obst und Gemüse esse, Haferflocken und Chia-Samen gehören zu meinem Alltag sowie auch manchmal Dinkeltoast statt Weizen. Ich schaue, dass ich mit den Kalorien nicht übertreibe, damit ich abends Süßes essen kann. Mittlerweile weiß ich, wie mein Körper funktioniert, und deswegen komme ich mit meiner Ernährung gut klar.

Die Rezepte in deinem Buch sind lecker, aber – das kann ich aus eigener Erfahrung sagen – Kindern schwer vermittelbar. Wie schwer hast du es da zu Hause? Kochst du oft zwei Gerichte?

Klar muss ich manchmal zwei Gerichte kochen, obwohl meine Kids gute Esser sind und tatsächlich viel Obst und Gemüse essen. Auch wenn ich Couscous oder Quinoa koche, essen sie das. Ich habe von Anfang an meinen Kids alles angeboten und gegeben. Das hat geholfen, damit sie gute Esser werden. Und auch, wenn sie Nudeln mit Tomatensoße bekommen: In der Soße wird Gemüse sein, damit sie Vitamine essen.

Nicht nur an deinem Körper, auch an deinem Gesicht scheint die Zeit spurlos vorbeigegangen zu sein. Was hast du da für Tipps – gerne auch für uns Männer.

Also, ich gehe nie geschminkt ins Bett. Mein Gesicht wird immer gründlich gereinigt und gepflegt. Ich benutze privat kaum Make-up – dadurch kann meine Haut gut atmen. Und ich benutze immer wieder Feuchtigkeitsspray. Aber das wichtigste habe ich von meiner Oma gelernt. Sie sagte mir immer: Wenn du redest, sollst du dabei nie deine Stirn bewegen, damit du keine Falten bekommst. Sie ist fast faltenlos gestorben. Diesem Rat folge ich seit Jahren schon.

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