Anna ist den meisten als hübsches Gesicht an der Seitenlinie vor allem von Champions-League-Spielen im ZDF ein Begriff
5. Juni 2018
von Nikola Trboglav

Anna Kraft im WM-Interview

Schöne ZDF-Moderatorin über Sané, DFB-Elf und Wolff Fuss

Anna Kraft ist eine der schönsten Sport-Moderatorinnen, die wir in Deutschland haben. LOOX verrät die hoch schwangere Anna, wie eine Beziehung mit Sky-Kommentator Wolff-Christoph Fuss ist, wieso die Mannschaft kein WM-Favorit für sie ist und wieso Manuel Neuer nicht Jogis Nummer eins sein sollte.

Eine Beziehung mit Wolff-Christoph Fuss zu führen ist vor allem …
(Lacht) Ereignisreich, lustig und wahnsinnig spannend.

Muss euer Kind bei dem Talent, das es in die Wiege bekommt, nicht zwangsläufig Moderator oder Kommentator werden?
Nein. Ich glaube, jedes Elternteil freut sich darüber, wenn der Nachwuchs vielleicht so ein bisschen den ähnlichen Job anstrebt oder sich dafür interessiert. Aber ich prophezeie mal, es wird ein Kind mit einer gewaltigen Stimme, da sind wir ja beide nicht so zartbesaitet. Unser Kind kriegt eine Röhre, wenn es groß ist. Das ist sicher.

Also Opernsänger …
Opernsänger, Stadionsprecher, vielleicht auch Synchronsprecher.

Lässt du dich auf eine Wette ein, euer Baby bekommt den Vornamen des ersten deutschen WM-Torschützen? Und wenn ja, wer sollte dann lieber nicht treffen?
Nein, auf die Wette lass ich mich nicht ein (lacht).

Hast du keine Antipathie zu irgendeinem der Vornamen? Also ich hätte jetzt auf Shkodran Mustafi getippt.
Falsch getippt. Von den Namen der deutschen Nationalspieler ist keiner auf unserer Wunschliste dabei.

Was passiert, wenn dein Baby während des WM-Finals Deutschland gegen Brasilien zur Welt kommt?
Dann lässt der Papa ganz schnell das Headset fallen und ist bei mir im Kreissaal. Und dann schreien wir quasi um die Wette, völlig unabhängig vom Spielverlauf. Wir feiern dann ja unser ganz eigenes Finale.

Wie stehst du zur WM in Russland? Siehst du es politisch oder freust du dich einfach nur auf das Fest?
Da freue ich mich tatsächlich einfach aufs sportliche Happening.

Wer ist für dich der absolute Favorit auf den Titel?
Den einen absoluten Favoriten habe ich nicht, aber Spanien ist wieder sehr stark. Sie scheinen an ihre dominante Ära wieder anschließen zu können. Zudem möchte ich Frankreich erwähnen. Die Grande Nation hat sich in den vergangenen Jahren fußballerisch unglaublich entwickelt. Auf jeder Position kann sie mehrfach mit richtig guten Kickern prahlen. Ich würde auch Brasilien nicht außen vor lassen. Und Argentinien ebenfalls mal in den Ring werfen. Es ist vielleicht Messis letzte WM, und das ist ein Titel, den er noch nicht gewonnen hat. Der einzige, der ihm noch fehlt.

Trotz der schwachen Quali?
Ja, vielleicht ist das was, was noch mal beflügeln kann.

Und was ist mit Deutschland?
Die Chance, den Titel zu verteidigen, ist da. Wenn das gelingen würde, wäre das für mich allerdings eine ganz, ganz große Überraschung, weil ich uns nicht so stark sehe wie vor vier Jahren.

Weil?
Weil ich einfach finde, dass die Mannschaft bislang noch nicht so zusammengewachsen ist. Natürlich sind die Abgänge von Per Mertesacker, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Miro Klose und Lukas Podolski mittlerweile ordentlich kompensiert worden. Aber ich habe da trotz der starken WM-Quali dennoch so ein Bauchgefühl (lacht).

Würdest du sagen, dass Jogi noch ein bestimmtes Ass im Ärmel hat, das er noch ziehen kann?
Ich weiß nicht so recht, wo diese Asse herkommen sollen. Timo Werner und Mario Gomez würde ich am ehesten als bereits vorhandene Asse sehen. Bei den Stoßstürmern haben wir einen Vorteil gegenüber anderen Nationen.

Nun bleibt Wagner zu Hause. Was sagst du dazu?
Für mich ist er der personifizierte Joker. Er hat eine überragende Saison und eine bewegte Karriere hingelegt. Im letzten Karriereabschnitt noch mal zu den Bayern zu wechseln, das ist fast ein Fußballmärchen. Da wäre eine Nominierung für den Löw-Kader doch tatsächlich das Tüpfelchen auf dem i gewesen. Aber Jogi wird wissen, wieso er auf ihn verzichten kann.

Auch auf Sané verzichtet Jogi. Er hat doch eine riesen Saison bei City hingelegt. Was sagst du dazu?
Sportlich ist die Nicht-Nominierung schwer nachzuvollziehen, da er eine tolle Saison bei Manchester City hinter sich hat. Möglicherweise ist ihm sein starkes Ego zum Verhängnis geworden, von dem sein jubelndes Selbstporträt auf dem Rücken erzählt. Ich mutmaße, dass Joachim Löw mit dem etwas pflegeleichteren Julian Brandt mit Blick auf das Sozialgefüge der Mannschaft etwas wohler ist.

Wie stehst du zur Personalie Neuer, ist seine Nominierung gerechtfertigt?
Schwierig. Zweifelsohne ist er der Welttorhüter. Aber er hat eben fast eine ganze Saison ausgesetzt und wir verfügen auf dieser Position noch über viele andere gute Schlussleute. Aus meiner Sicht sollte man ihn mitnehmen, aber ob er dann auch wirklich die Eins sein soll, sollte man überdenken.

Die Effenbergs, Cantonas, Ibrahimovics der Welt die scheinen eine aussterbende Rasse zu sein. Gerade dir als Reporterin müssen doch die richtigen Kerle auf dem Rasen fehlen?
Mir wird das, ehrlich gesagt, ein bisschen zu aufgebauscht. Ich finde, da muss man einfach mal ehrlich zu uns selbst sein. Die Zeiten haben sich einfach ein bisschen verändert. Hätten sich die echten harten Kerle auch so verhalten, wenn jeder Schritt und jeder Tritt beobachtet worden und auf Facebook, YouTube oder Instagram gelandet wäre? Ist Thomas Müller kein „Kerl“? Woran macht man das fest, dass wir keine Typen mehr in der Liga oder generell im Fußball haben? Vielleicht sind die einfach anders.

Anders auf jeden Fall. Ich schätze mal einfach, dass es so ein bisschen dieses Sehnen danach ist, dass sich nicht alle Antworten gleich anhören, wenn man mal richtig einen auf den Sack bekommen hat oder mal super Leistung gebracht hat. Dass man dann auch mal sagt: „Ich bin der Supergeilste.“
Die Medienabteilungen der jeweiligen Bundesligavereine verdienen sich eine Fleißnote und Sternchen im Hausaufgabenheft. Mittlerweile sind die Fußballer bestens geschult, was die Arbeit für uns tatsächlich zu einer ganz großen Herausforderung macht. Es stimmt, dass wir oft Plattitüden und Standardaussagen hören. Aber genau in diesen Momenten zeigt sich eben auch Reporterqualität, indem es gelingt, dem Protagonisten eine Antwort zu entlocken, die anders ist.

Mertesacker prangerte vor Kurzem den Druck in der Nationalmannschaft an. Wie sieht es aus deiner Sicht mit dem Druck auf die Mannschaft aus? Ist es wirklich so hoch einzuschätzen oder hat er ein bisschen übertrieben?
Ich glaube, dass jeder unterschiedlich mit Druck umgeht. Der eine wird es vielleicht wie Per Mertesacker empfinden, der andere sagt vielleicht, nein, hab ich überhaupt nicht so empfunden. Was ich dazu sagen kann: Ich finde die Aussagen von Per Mertesacker einfach unglaublich offen und absolut ehrlich. Für mich hat das Vorbildfunktion, weil man tatsächlich spürt, dass wir bei uns in Deutschland auch im 21. Jahrhundert über dieses Wort „Druck“ öffentlich nie wirklich sprechen. Es ist immer direkt negativ verbunden. Gerade vor dem Hintergrund, dass er den Gunners als Jugendnachwuchsleiter erhalten bleibt, finde ich das einfach nur toll, dass er sich mit so einem intimen Einblick geöffnet hat.

Was freut dich mehr: Leverkusen in Europa, Fortuna in der 1. oder FC in der 2. Liga?
(Lacht) Auf die letzte Aussage gehe ich nicht ein. Ich finde es überragend, dass jetzt meine zwei Herzen, Fortuna und Leverkusen, gegeneinander in der Bundesliga spielen. Geil, dass die Fortuna wieder zurück ist. Ich kann mich noch daran erinnern, als die abgestiegen sind. Da habe ich gedacht: „Oh Gott, kommen die jemals wieder hoch?“ Hat lang gedauert, aber jetzt sind sie wieder da, was mich genauso freut wie Leverkusen in Europa spielen zu sehen.

Das letzte Mal hatten wir uns getroffen, als du dein Buch „Ein Arsch: Ein Ziel – meine Challenge“ auf den Markt gebracht hast. Jetzt bist du schwanger, wird es irgendwann einen Nachfolger zu den Problemzonen nach der Schwangerschaft geben?
Nein, das nicht, aber ich arbeite tatsächlich an einem Buchprojekt. Es wird darum gehen, wie sportlich ich mit Schwangerschaftsbauch sein kann, was da noch geht, was nicht mehr und was ich empfehlen kann. Da wird es dann möglicherweise ein Kapitel geben, in dem ich mich dem Thema widme, wie ich schnell wieder in shape komme. Das Thema wird nach der Geburt auch noch eine echte Herausforderung für mich werden.

Wann soll das Buch erscheinen?
Wie gesagt: Es ist ein Projekt. Frühestens im kommenden Jahr, damit ich auch authentisch über das Vorher und Nachher schreiben kann. Es ist schon ein Ansporn für mich, nach der Schwangerschaft mindestens genauso fit zu sein, wie ich es vorher war.

Du bist ja ein sehr aktiver Mensch, musstest jedoch im 6. Schwangerschaftsmonat mit dem Joggen aufhören. Wie schwer fällt es dir denn, deinen Bewegungsdrang zu drosseln?
Es ist ein Kampf mit dem Kopf, weil der Körper gerade in der Schwangerschaft einem schon sehr stark signalisiert: „Ey du, Joggen ist jetzt übrigens nicht mehr“! Vom Kopf her würde ich am liebsten alles noch machen und starke Gewichte stemmen wollen, aber der Körper sagt dir ganz klar „ist nicht mehr drin“. Die Schonhaltung nimmt man dann automatisch ein.

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Was machst du zurzeit noch an Bewegung oder Sport? Was ist noch möglich?
Was ich tatsächlich noch mache, ist schnelles Walken. Ich habe früher immer gedacht: „Oh Gott, wer geht eigentlich freiwillig Walken?!“ Da das mit dem Joggen nicht mehr geht, ist das jetzt mein Cardio-Programm. Leichtes Gerätetraining mache ich tatsächlich auch noch so viel es geht, aber nicht mit der Prämisse, dass ich auf großen Kraftaufbau und Masse gehe. Jetzt wage ich mich an alle Geräte heran, bei denen ich mich nicht gerade mit dem Bauch drauflegen muss. Was Core-Training betrifft, lasse ich alles, was auf den Bauch geht, weg.

Ich bin gespannt, was du nach der Schwangerschaft sagen wirst. Monica Ivancan hat mir mal in einem Mama-Interview gesagt, dass die Schwangerschaft ein Marathon ist und die Geburt der Schlussspurt. Da sie sehr aktiv war bis zum Schluss, fiel ihr diese relativ leicht. Mal sehen, ob du dasselbe berichten kannst.
Ja, ich hoffe doch. Ich würde jetzt schon fast sagen, ich bin nicht aktiver, aber ich kann nicht sagen, dass ich weniger Sport mache, seitdem ich schwanger bin. Alle anderen haben immer gesagt, dann legst du dich auf die Couch und hast irgendwie eine Lizenz zum Fressen. Das sehe ich nicht so. Ich war total angefixt, Sport zu machen. Ich bin mal gespannt, wie es danach wird.

Wann sehen wir dich wieder vor der Kamera bzw. an der Seitenlinie?
Ich hoffe doch so früh wie möglich wieder. Ich habe mir jetzt kein genaues Datum gesteckt, weil ich erst mal gucken und abwarten muss, wie es mit der neuen Situation und dem neuen Mitbewohner in unserer Familie so läuft. Was ich für mich klar habe, ist, dass ich jetzt nicht bis Dezember komplett pausieren werde. Aber ich muss jetzt auch nicht direkt zum Bundesligastart wieder vor der Kamera stehen. Da hat Kind Vorrang vor Kickern.