Wenn du schlecht geschlafen hast, bist du beim Training schneller erschöpft
9. Dezember 2019

Gute Nacht!

Schlechter Schlaf bedeutet schlechtes Training

Schlafforscher empfehlen, dass man eine gesunde Nachtruhe von sieben bis acht Stunden einhalten sollte. Dies ist besonders für Sportler (oder Sporteinsteiger) wichtig. Denn im Schlaf passiert die Magie. 

Du hast geil trainiert, dann musst du auch gut und ausreichend schlafen. Denn in der Nacht, wenn du ruhst, herrscht in deinem Körper Hochbetrieb. Beim Training werden Muskelzellen „zerstört“, die dann im Schlaf repariert und optimiert werden. Heißt: Das Muskelwachstum wird angeregt.

Schlafen wir nun aber schlecht, wird dieser Prozess gestört. Das gleiche passiert, wenn wir Alkohol trinken oder andere Giftstoffe aufnehmen. Diese will der Körper nämlich loswerden und das hat dann Priorität.

Schlechter Schlaf, schlechtes Training!

Die Auswirkungen spüren wir schließlich am nächsten Tag. Da hilft dann auch meist kein Kaffee mehr. Dein Energielevel ist ganz, ganz low. Das wirkt sich negativ auf deine Arbeit aus, aber auch auf dein Training. Speziell Fitnesssportler müssen hochkonzentriert zu Werke gehen. Mit einer unkonzentrierten Ausführung schmälerst du den Erfolg deines Trainings und erhöhst gleichzeitig die Gefahr, dich zu verletzen. Es ist also ganz klar: Schlechter Schlaf führt zu schlechtem Training.

Aber auch andere körperliche Schäden erwarten dich. Es fängt bei deiner Haut an (mehr Falten, Pickel) und hört bei Kopfschmerzen auf. Du bist außerdem anfälliger für Erkältungskrankheiten. Das ist durch Studien belegt. Alles unter sechs Stunden macht dich anfälliger.

Der fehlende Schlaf führt dazu, dass die Hormonproduktion verringert wird – auch von Leptin. Das ist ein Sättigungshormon. Ist dies weniger da, führt es dazu, dass du tagsüber mehr isst. Die Folgen siehst du auf der Waage. Dann trainierst du auch noch schlecht. Es ist ein Teufelskreis.

Ohne Schlaf keine Lust auf Beischlaf!

Aber es kommt noch schlimmer. Nicht nur die Leptin-Produktion wird gestört, sondern auch die des Testosterons. Das betrifft nicht nur die Männer. Auch Frauen produzieren das „Männerhormon“. Das ist sowohl bei Männern, als auch Frauen für die Lust verantwortlich. Über den Tag nimmt der Testosteron-Gehalt im Körper ab. Wird er nachts nicht wieder aufgeladen, verlierst du die Lust auf Sex.

Du kannst dem ganzen natürlich entgegenwirken. Nicht zu spät trainieren, achte auf die richtige Ernährung, kein Alkohol an Trainingstagen. Nach einer harten Einheit brauchst du einige Stunden, um wieder runterzukommen. Wer es sich zeittechnisch erlauben kann, macht harte Krafteinheiten lieber mittags, nachmittags Cardio und abends eher etwas meditatives wie Yoga.

Belastende Gerichte haben abends auf deinem Teller nichts verloren. Schweinshaxe mit Sauerkraut führt zu einer eher unruhigen Nacht, in der du im Schlaf viel „Dampf“ ablässt. Besser sind, besonders nach dem Training, viele Proteine. Das fördert die Regeneration. Grundsätzlich ist Schlaflosigkeit ein Indiz für einen Vitamin- oder Eisenmangel.

Handy raus aus dem Schlafzimmer

Auch die Schlafhygiene ist ein wichtiger Punkt. Regelmäßiges Wechseln der Bettwäsche, nicht zu hoch heizen (ideal sind 15 bis 18 Grad) und das Lüften des Schlafzimmers sind wichtig. Auch mal das Handy, den Laptop oder Fernseher aus dem Schlafzimmer verbannen. Das hilft. Auch beim Kopfkissen sollte man nicht sparen. Was nichts kostet, ist auch nichts.

Grundsätzlich ist eine schlaflose Nacht nichts Schlimmes. Du wirst es überleben. Zieht sich das Problem jedoch über einen längeren Zeitraum, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen.

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