So einen Hammerbody hatte Maisofy nicht immer
18. Februar 2019

GFC-Siegerin Maisofy

Die fitteste Frau Deutschlands wog mal 35 Kilo mehr

Sie ist die „fitteste Frau Deutschlands“: Maisofy Castillo-Reyes aus Würzburg. Eine beeindruckende Frau, mit einer beeindruckenden Geschichte. Schließlich sah die hübsche Deutsch-Dominikanerin nicht immer so topfit aus. Noch vor wenigen Jahren brachte sie 35 Kilo mehr auf die Waage. Und auch vor drei Jahren war sie kugelrund. Aber nicht, weil sie ihre Diät nicht mehr eingehalten hat. Sie wurde Mama einer zuckersüßen Tochter. LOOX sprach mit ihr über ihr Training, Abnehmen und darüber, wie sie Beruf, Familie und Sport unter einen Hut bringt.

Wie hast du denn die GFC überstanden?

Na ja. Mir ist halt beim Farmer’s Walk eine 24-Kilo-Hantel auf den Fuß gefallen. Insofern ist es mit dem Laufen immer noch etwas schwierig, aber ansonsten geht es mir super. Es ist auch nichts gebrochen, nur geprellt.

Aber trotzdem noch fünf Übungen sauber durchgefightet.

Ja, das hatte ich mir fest vorgenommen. Ich hatte auch Angst, wenn ich den Schuh ausziehe, dass ich ihn dann nicht mehr anbekomme. Also hieß es: Zähne zusammenbeißen und durchziehen, solange es geht. Außerdem hatte ich auch Angst, dass es so schlimm ist, dass man mich rausnimmt.

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War das dann auch der Grund, dass du bei den Planks so einen Ausreißer nach unten hattest? Da hattest du ja die niedrigste Zeit von allen Finalistinnen.

Ich glaube schon, wobei ich grundsätzlich bei den Planks nicht sonderlich gut bin. Ich denke aber, dass es schon ein wenig daran lag, weil ich ja auch Druck auf den Zehen hatte. Aber vielleicht war ich auch einfach nur fertig. Ich weiß es nicht mehr.

Du hast ja eine beeindruckende Fitness-Geschichte hinter dir.

Das glaub ich auch (lacht).

Wie hat das denn alles angefangen? Denn du hast ja mal 35 Kilo mehr gewogen als heute.

Als ich 16 war, habe ich das erste Mal angefangen, Sport zu machen, weil ich mich einfach nicht mehr wohlgefühlt habe. Damals habe ich 79 Kilo gewogen, und da habe ich gesagt: „Bis hier und nicht weiter.“ Ich bin schließlich nur 1,52 m groß und hatte Kleidergröße 44 bis 46. Das ist bei meiner Größe echt wuchtig.

Wie hast du dann angefangen?

Ich bin zunächst nur Fahrrad gefahren. Wo wir gewohnt haben, war ein Feldweg, und da bin ich jeden Tag zehnmal hintereinander bergauf und wieder bergab. So habe ich angefangen, einige Kilo abzunehmen. Mit den Jahren habe ich dann immer wieder zu- und abgenommen, durch Stress, oder weil ich wieder weniger Sport gemacht habe.

Maisofy
Krasse Verwandlung. Kaum zu glauben, aber das ist ein und dieselbe Frau.

Und wann warst du das erste Mal im Fitness-Studio?

Mit 16 bin ich zu McFIT. Zunächst mit der Schule, einfach, um uns zu informieren. Was ist überhaupt ein Fitness-Studio? Was kann man da machen? Und seitdem bin ich dabei. Intensives Krafttraining mache ich seit 2014.

Welche Fehler machst du heute nicht mehr?

Ich habe mich damals immer noch schlecht ernährt, Alkohol getrunken, geraucht.

Was hast du dann geändert?

Ich bin zwei bis drei Stunden trainieren gegangen und sah trotzdem „wie jeder andere aus“ also nicht besonders durchtrainiert. Ich nahm mir vor, es entweder richtig zu machen Oder es ganz sein zu lassen, da es zu zeitaufwendig ist. Also: Mehr Krafttraining, meine Ernährung komplett auf Low Carb umgestellt, habe viel vorgekocht und abgewogen. Und schon im gleichen Jahr hatte ich mein erstes, richtiges Erfolgserlebnis, indem ich richtig durchtrainiert aussah – inklusive Sixpack.

Und dann kam aber etwas dazwischen.

Ja, dann bin ich im Sommer 2014 schwanger geworden. Ich habe zwar weiterhin Sport gemacht und auf meine Ernährung geachtet, aber dennoch war natürlich nach der Schwangerschaft nichts mehr, wie es war. Man hat mir kurz vor der Geburt dann auch nicht mehr angesehen, dass ich überhaupt mal Sport gemacht habe (lacht). Ich habe mich aber wieder gefangen und schnell wieder meinen Rhythmus gefunden. Im letzten Jahr – also 2017 – war ich dann wieder an dem Punkt, wo ich vor der Schwangerschaft war.

Und dieses Jahr?

Da war ich nicht ganz so streng mit mir, war dementsprechend mit meinem Sixpack auch nicht so zufrieden.

Wie sieht denn eine normale Trainingswoche bei dir aus?

In der Regel gehe ich vormittags joggen – im Sommer für eine halbe oder ganze Stunde. Dann gehe ich mittags zur Arbeit. Und nach Feierabend, also nach 20 Uhr, gehe ich zum Training ins Studio.

Wie sieht dein Training im Gym aus?

Hauptsächlich Krafttraining. Ich versuche allerdings, so viel wie möglich ohne Geräte zu machen, heißt mit freien Hanteln oder freien Gewichten. Mein Problem ist, dass ich nach dem Krafttraining kein Cardio machen kann. Das bekomme ich einfach nicht hin. Dementsprechend mache ich das meist am Anfang, so 20 bis 25 Minuten zum Aufwärmen.

Was sind deine Lieblingsübungen?

Alles, was mit Beinen zu tun hat. Kniebeugen, Beinpresse, Stairmaster mache ich sehr gerne. Extrem anstrengend. Ist mehr eine Hassliebe. Aber es ist ungeheuer effektiv, deshalb mache ich das sehr gerne.

Welche Gewichte machst du?

Das ist extrem unterschiedlich. Es gibt Tage, da trainiere ich mit viel Gewicht, dann wieder mit weniger. Speziell bei der Beinpresse mache ich gerne weniger Gewicht, dafür viele Wiederholungen. Aber ich habe die Beinpresse auch schon einmal mit 300 Kilo gemacht. Das schaffe ich aber auch nicht jeden Tag. Lieber variieren. Sonst wird es ja auch langweilig.

Wie sieht deine Ernährung heute aus?

Ich versuche, mich ausgewogen und gesund zu ernähren, verzichte weitestgehend auf Kohlenhydrate. Auf Zucker verzichte ich komplett. Süße Getränke wie Cola trinke ich also auch gar nicht. Im Laufe der Jahre habe ich eine gute Balance gefunden.

Wie sieht es mit Fett aus?

Ich versuche, wenig Fett zu mir zu nehmen. Wenn gesunde Fette, wie Nüsse, gute Öle. Darauf achte ich schon.

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Ob das wohl meine Schokoladenseite ist 🤔????

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Was hast du noch für sportliche Ziele?

Das weiß ich ehrlich gesagt noch gar nicht genau. Die GFC war ja im Prinzip mein erster Wettkampf. Ich war vorher noch nie auf der Bühne. Ich habe aber jetzt durch den Erfolg Blut geleckt und überlege mir, ob ich nicht doch jetzt mal bei manchen Wettkämpfen mitmache. Ich habe ein paar Ideen, weiß es aber noch nicht.