Muss Grillen immer ungesund sein?
16. Februar 2018

Gift für die Linie?

Gesund und schlank durch die Grillsaison

Der Winter war lang, doch jetzt ist es endlich so weit: Es darf angegrillt werden! Auch wer auf seine Linie und gesunde Ernährung achtet, muss Grillpartys nicht meiden – wenn er einige Dinge beachtet und mit dem Rost richtig umgeht.

Die gute Nachricht: Nur weil man an dem einen oder anderen Grillabend beim Fleisch zuschlägt, muss man nicht gleich Angst vor der Waage haben. Auch und gerade für Sportler ist der fettarm gegrillte Eiweißlieferant kein Grund für schlechtes Gewissen. Dass oft trotzdem eine beachtliche Kalorien- und Fettbilanz zusammenkommt, liegt vielmehr daran, dass das Fleisch selten allein auf dem Teller bleibt.

Der Teufel steckt in den Beilagen

Die Bösen sind meist eher die fett- und kalorienreichen Nebendarsteller wie Saucen, Dressings und Panaden. Besonders die Beilagen machen viel aus: Wer sich den Teller mit Kräuterbutter-Baguette und Nudelsalat in Mayonnaise statt mit Blattsalat oder Gemüse füllt, darf sich nicht wundern, wenn sich das an den Hüften bemerkbar macht.

Ohnehin tut man Gemüse Unrecht, wenn man es nur als Beilage ansieht. Tomaten, Auberginen, Zucchini, Kartoffeln, Paprika, Mais und Co. machen sich bestens auf dem Grill. In oder auf Alufolie oder auf bunten Spießen, mit einer leckeren Marinade, z.B. aus Olivenöl und Kräutern oder pikant gewürzter Sojasauce sind sie nicht nur für Vegetarier ein echter Grillgenuss.

Wo Rauch ist, sind auch Schadstoffe

Immer wieder wird vor gefährlichen, krebserregenden Stoffen gewarnt, die beim Grillen entstehen. Hier gilt es zum einen zu beachten, dass möglichst kein Saft oder Marinade in die Glut tropft. Denn der beim Verbrennen entstehende Rauch hinterlässt Schadstoffe wie das krebserregende Benzpyren am Grillgut. Am besten fängt man austretende Flüssigkeit in Schalen auf. Um die Rauchbildung gering zu halten, sollte man sich außerdem von einer verbreiteten Praxis verabschieden: Das Fleisch mit Bier abzulöschen. Dass dies den Geschmack verbessert, ist ohnehin ein Gerücht.

Auch wenn viele gern nach dem Motto „Je dunkler, desto besser“ grillen, gilt für jedes Fleisch: Es ist fertig, wenn es gar ist, nicht schwarz. Denn auch an den verbrannten Stellen sitzen gesundheitsschädliche Stoffe. Gepökeltes und geräuchertes Fleisch sollte grundsätzlich nicht auf den Grill kommen, da das darin enthaltene Nitritpökelsalz krebserregende Nitrosamine bilden kann – auch ohne Verkohlen.

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Zu guter Letzt sollte man für Marinaden oder zum Bestreichen nur hitzebeständige Öle mit einfach ungesättigten Fettsäuren, etwa Raps-, Erdnuss- oder Olivenöl verwenden. Sonnenblumenöl, aber auch Fette wie Butter oder Margarine bilden aufgrund ihrer mehrfach ungesättigten Fettsäuren bei den hohen Temperaturen auf dem Grill gesundheitsgefährdende Stoffe.

Die richtigen Zutaten und die richtige Technik: Wenn nun noch das Wetter mitspielt, steht der perfekten, fitten Grillsaison nichts mehr im Wege.