Obst ist wichtig für deinen Körper. Jedoch sollte Obst angeblich nie direkt nach einer Mahlzeit gegessen werden
5. März 2020

Alles zu seiner Zeit

Darum ist Obst kein gutes Dessert

Wenn man darüber nachdenkt, ist Essen eine sehr komplizierte Angelegenheit. Du musst auf Kalorien achten, Proteine, Carbs, Fette, Zucker, Vitamine, Nährstoffe und so weiter und so fort. Auch die richtige Kombination und sogar Reihenfolge ist wichtig.

Wassermelone ist grundsätzlich einfach nur geil, besonders in den wärmeren Jahreszeiten. Allerdings wartet sie nicht gern (so wie das meiste Obst). Normalerweise ist sie innerhalb von einer halben Stunde verdaut. Isst du sie aber direkt als Nachtisch nach einer Mahlzeit mit Fleisch und Kartoffeln, muss sie eigentlich warten, bis sie dran ist. Das könnte einige Stunden dauern. Natürlich wartet die Wassermelone nicht solange und fängt an, im wahrsten Sinne des Wortes, rumzustänkern. Heißt: Sie gärt, und Blähungen sind die Folge. Manchmal auch Magenschmerzen.

Denn: Im Magen stapelt sich das Essen so, wie es hineinkommt. Heißt: Man sollte bei der Nahrungsaufnahme mit leicht verdaulicher Kost beginnen und schließlich mit proteinhaltigen Lebensmitteln aufhören, die eine lange Zeit im Magen verbleiben, bevor wir sie wieder ausscheiden. Sinnvoll wäre beispielsweise eine Reihenfolge aus Obst, Salat/Gemüse, Reis oder Kartoffeln, Milchprodukten und schließlich Fleisch.

Was würde es dir bringen?

Hältst du dich an die obige Reihenfolge, ersparst du deinem Körper viel Stress und unnötigen Energieverbrauch für die Verdauung. Dies wiederum wirkt sich positiv auf dein Energielevel für den Sport aus. Außerdem beugst du Sodbrennen, Blähungen, Rülpserei und anderen unerwünschten Begleiterscheinungen des Verdauungsvorganges vor. Das heißt für dich also: leicht verdauliche wasserhaltige Lebensmittel an den Anfang der Speisenfolge.

Die richtige Reihenfolge kann sogar dazu führen, dass du unverträgliche Lebensmittel plötzlich verträgst.

Eine Unverträglichkeit kann außerdem an der falschen Kombination liegen. Beispiel: Obst ist leicht verdaulich, Nüsse hingegen sind verdauungshemmend. Isst du zuerst das Obst, dann die Nüsse, wirst du keine Probleme haben. Es sei denn, du bist Allergiker. Daher ist die Kombination von Obst und Fleisch (Melone und Schinken) zwar lecker, fördert dafür aber auch einen nicht gewünschten Gärprozess.

Die Lehren des Dr. Bass

Der Ernährungsforscher Dr. Stanley Bass (1920 – 2017) hat einige Regeln für die richtige Reihenfolge zusammengestellt, die nicht nur für Menschen mit empfindlichem Magen Gold wert sein können.
– Früchte nur auf leeren Magen, nie als Dessert. Melonen immer zuerst, dann säurehaltige Früchte und schließlich süße Früchte.
– 15 Minute Pause nach einer Obstmahlzeit.
– Salat/Gemüse vor „Stärkemahlzeiten“, „Stärkemahlzeiten“ vor „Proteinmahlzeiten“. Heißt für die „Pumper“: erst Brokkoli, dann Reis, dann Hühnchen. Nicht gemeinsam.
– Getränke 30 bis 60 Minuten vor einer Mahlzeit konsumieren.

Reihenfolge ist wichtig, die Kombination der Lebensmittel aber auch

Wenn wir nicht essen, können wir nicht lange überleben. Dementsprechend sollten wir uns nicht nur Gedanken darüber machen, was wir essen, sondern auch über den Zeitpunkt, die Zubereitung, den Bezug und natürlich auch, welche Lebensmittel wir miteinander kombinieren. Das ist ganz schön komplex. Doch die Folgen schlechter Ernährung sind schwerwiegend. Übergewicht, Diabetes oder Gelenkschmerzen, um nur ein paar zu nennen.

Einfach auf schwerverdauliche Lebensmittel zu verzichten, ist aber nicht die Lösung aller Probleme. Viele dieser Lebensmittel liefern dir halt wichtige Nährstoffe und Energie.

Richtiges Kauen

Schon im Mund beginnt der Verdauungsprozess. Bei langem Kauen wird die Speichelproduktion erhöht. Das erhöht wiederum die Produktion von Verdauungsenzymen, sodass Nährstoffe im Darm leichter aufgenommen werden können.

Vorsicht bei Alkohol und „sauren“ Getränken

Beim Genuss von Alkohol und Getränken mit Kohlensäure kann einem schon einmal die Magensäure überquellen. Wer schon einmal zu tief ins Glas geschaut hat, wird dies bestätigen können. Ein anderer doofer Nebeneffekt: Stärkehaltige Lebensmittel können dann nur schwer verdaut werden. Kohlensäure sorgt zudem für einen Blähbauch.

Fazit: Die Lehren von Dr. Bass sind kein Allheilmittel, aber für Menschen mit Verdauungsproblemen vielleicht ein Ansatz, ihre Probleme in den Griff zu bekommen. Gleiches gilt für das Intervallfasten. Probieren schadet nicht. Schließlich schmälern Probleme mit dem Magen die Lebensqualität.

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