Avocados sind lecker und gesund. Aber machen sie etwa dick?
5. Dezember 2018

Superfoods gar nicht so super?

Die heimlichen Dickmacher

Grün, grüner, Superfood. Sei es Weizengras, Avocado, Grünkohl oder Algen – diese grünen Alleskönner sind total im Trend und angeblich einige der gesündesten Lebensmittel der Welt. Also am Besten jeden Tag essen? Lieber nicht, denn sie sind zwar vitaminreich, aber haben dafür auch ordentlich Kalorien.

Nicht alles Grüne ist gut

„Superfood“ hört sich nach einer Vitaminbombe an. Vermittelt wird einem jedenfalls von allen Seiten, dass Lebensmittel, die als Superfood gelten, gesünder als andere Lebensmittel sind. Die Goji-Beere und das Acaipulver entgiften uns, die Avocado und Chia-Samen haben absolut nur gesunde Fette, und der Grünkohl kann sowieso alles. Echt? Nicht ganz. Fette bleiben Fette und eine Portion Avocado oder Goji-Beeren haben deshalb auch satte Kalorienwerte. Mit 100 Gramm Avocado nehmen wir ganze 160 Kalorien zu uns. Und eine mittelgroße Avocado hat etwa 250 Gramm Fruchtfleisch. Das sind 400 Kalorien, die wir uns mal eben so in den kalorienarmen Salat geben. Autsch. Und die Goji-Beeren? Die versprechen uns zu entgiften und unsere zu Haut straffen. Im Müsli schmecken die Wunderbeeren auch gar nicht schlecht, aber auch hier haben 100 Gramm getrocknete Beeren stolze 300 Kalorien. Dann vielleicht doch lieber frische Heidelbeeren. Die entgiften auch. Nachweislich besser ist das Superfood im Vergleich zur Heidelbeere nämlich nicht.

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Gutes Marketing oder gute Vitamine?

Der Begriff „Superfood“ ist kein geschützter Begriff, sprich jeder darf sein Lebensmittel so bezeichnen. „Bio“ hingegen ist durch die EG-Öko Verordnung geschützt. Eine Bio-Milch darf zum Beispiel nur als solche bezeichnet werden, wenn das Futter der Milchkühe zu 60 % aus dem eigenem Betrieb stammt – ohne chemische Zusatzstoffe. Bei Kohl und Co. ist das leider nicht der Fall. Ein Superfood muss prozentual nicht mehr Vitamine haben als herkömmliche Lebensmittel. Den Begriff verwenden Firmen gerne, um ihr Produkt besser zu verkaufen. Denn die Inhaltsstoffe von Superfoods sind nicht unbedingt besser als die in herkömmlichen Lebensmitteln, dafür sind aber Superfoods deutlich teurer. Chia-Samen, zum Beispiel, kosten doppelt so viel wie gemahlene Leinsamen, obwohl Omega-3, gesättigte Fettsäuren und der Proteinanteil fast identisch sind. Lohnen sich Superfoods da überhaupt?

Alles in Maßen

Dass Grünkohl und Co. viele Vitamine haben, lässt sich nicht bestreiten. Der Anteil an Vitaminen ist fast unschlagbar. In 100 Gramm Kohl stecken der Tagesbedarf von Vitamin C und jede Menge Eisen, Zink und Magnesium, bei sagenhaften 37 Kalorien. Schon ganz nett. Fakt ist aber, dass es nicht immer der teure Grünkohl sein muss. Wir finden diese Vitamine auch in anderen Kohlsorten. Bei manchen Superfoods kann zu viel sogar gefährlich werden. Der teure, ach so gesunde Lachs mit dem hohen Anteil an Omega-3 und Proteinen enthält jede Menge Quecksilber. Zwar werden wir von ein bisschen Fisch nicht sterben, aber übertreiben sollte man es nicht.