Cold Brew Coffee ist nicht einfach nur kaltgewordener Kaffee. Er wurde gar nicht erst erhitzt
27. August 2019

Nicht bloß kalter Kaffee

Das kann Cold Brew Coffee

Im Sommer geht nichts über einen Eiskaffee, um die Hitze zu bekämpfen. Die kalorienfreundliche Alternative heißt „Cold Brew Coffee“! Die Stiftung Warentest hat sich dem Thema einmal angenommen.

Es ist heiß, trink ’nen Kaffee!

Ein „Cold Brew Coffee“ ist nichts anderes, als ein Kaffee, der mit kaltem Wasser zubereitet wird. Hört sich im ersten Moment alles andere als lecker an. Sehr intensiv! Sehr bekömmlich! Sehr lecker? Immerhin hält er sich im Kühlschrank einige Zeit (bis zu zwei Wochen).

So geht’s: Grob gemahlenes Kaffeepulver, die fünffache Menge kaltes Wasser und zwölf Stunden abgedeckt ziehen lassen. Danach zweimal sieben und kalt oder warm genießen. 50 Milliliter auf Eiswürfel und wer will, kann Milch und Zucker hinzugeben. Wer keinen Bock hat, Kaffee kalt zu genießen, gießt einfach die doppelte Menge heißes Wasser auf. Positiv: Weniger Koffein, weniger Säure, weniger Bitterstoffe, gut also für die Leute mit sensiblem Magen.

„Cold Brew Coffee“ ist die Basis für viele Fertiggetränke im Supermarkt, zum Beispiel für Kaffee-Limonaden. Manche sind erfreulicherweise auch nicht mit Zucker gesüßt, sondern mit Agavendicksaft. Auch große Café-Ketten haben das In-Getränk mittlerweile im Sortiment.

Zucker wie eine Limo, Koffein wie ein Energydrink

Die Stiftung Warentest empfiehlt, unbedingt auf den Zuckergehalt zu achten. Der ist nämlich bei einigen „Limos“ sehr kritisch. Das Problem dabei ist dann nämlich, dass diese nicht satt machen, dafür dick. Die Kalorienzahl wird nämlich unbemerkt in die Höhe getrieben.

Der Koffeingehalt variiert dagegen bei den meisten Kaffeegetränken extrem. Der ist abhängig vom Wassergehalt. Je mehr Wasser, desto weniger Koffein. Ist Kaffeeaufguss die Hauptzutat, gibt es die 70 bis 80 Milligramm-Koffein-Dröhnung (auf 100 Milliliter). Das schlägt sogar die gleiche Menge Filterkaffee.

Zu viel Koffein raubt dir den Schlaf

Die Stiftung Warentest weist in ihrem Magazin „Test“ darauf hin, nicht nur den Zucker-, sondern auch den Koffeingehalt genau zu überprüfen. Durch den oftmals „dezenten“ Kaffee-Geschmack, nimmt der Konsument gar nicht wahr, wie viel Koffein er wirklich zu sich nimmt.

Das kann sich natürlich extrem negativ auf den Schlaf auswirken. Bis zu 400 Milligramm sind für gesunde Erwachsene nicht schädlich – Schwangere ausgenommen. Zu viel Koffein sorgt nicht nur für Probleme beim Einschlafen, sondern verursacht auch Kopfschmerzen oder Nervosität. Laut einer Studie aus Australien sogar für Herz-Kreislauf-Probleme.

Fazit: „Cold Brew Coffee“ ist viel mehr als kalter Kaffee. Am besten selber machen und nicht übertreiben.

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