Richtig Atmen beim Training

Atmen ist nicht gleich Atmen: Genauso wie deine Muskeln, kannst du auch deine Lunge zu mehr Leistungsfähigkeit trimmen. Wir haben die wichtigsten Fakten für dich zusammengefasst, damit du gar nicht erst aus der Puste kommst!

So atmest du richtig

Foto: Andresr / Shutterstock.com

Einatmen und ausatmen

Eine Frage, die sich viele Anfänger beim ersten Training stellen: Wie und wann atme ich eigentlich während der Übung? Das ist ganz einfach: Prinzipiell wird bei einer Belastung, wie dem Ziehen, Stemmen oder Heben ausgeatmet und während der Entlastung wieder eingeatmet. Bei einem Bizepscurl beispielsweise atmest du also beim Beugen deines Armes aus und beim Strecken des Armes wieder ein. Tipp: Gerade an den Geräten wird bei der ersten Bewegung meist ausgeatmet.

Die Lunge trainieren

Mit einer trainierten Lunge kannst du wesentlich tiefer und kräftiger atmen. Dein Blut nimmt dadurch automatisch mehr Sauerstoff auf – ein Umstand, der vor allem für Sportler wichtig ist. Denn während der Mensch im Ruhezustand in einer Minute rund acht Liter Luft ein- und ausatmet, kann sich der Bedarf bei körperlicher Belastung auf beachtliche 100 Liter erhöhen!

Bitte nicht die Luft anhalten

Durch die sogenannte Pressatmung, bei der die Luft für kurze Zeit angehalten wird, kann der Blutfluss unterbrochen werden. Ein hochroter Kopf sowie geschwollene Venen sind erste Anzeichen. Das gefährliche daran: Zum einen wird dein Gehirn mit weniger Sauerstoff versorgt, zum anderen kann sich der Blutdruck um das bis zu zehnfache erhöhen – die Folgen können Kopfschmerzen, Bewusstlosigkeit und sogar Herzrhythmusstörungen sein. Also immer schön gleichmäßig atmen und einen kühlen Kopf bewahren!

Ursachen für Seitenstechen

Fast jeder kennt das Gefühl: Du läufst auf dem Laufband oder Crosstrainer und plötzlich macht sich dieses fiese Stechen in der Rippengegend breit. Als wahrscheinliche Ursache wird eine kurzzeitige Mangeldurchblutung von inneren Organen wie Milz oder Zwerchfell gesehen. Versuche also generell gleichmäßig zu atmen. Wenn es bereits zu spät ist, versuche tief ein- und auszuatmen – so dass sich auch dein Bauchraum hebt und senkt. Notfalls musst du stehenbleiben oder Tempo rausnehmen.

Durch Mund oder Nase atmen

Generell verbessert eine bewusste und tiefe Atmung deine Durchblutung, deinen Zellstoffwechsel und auch deine Immunabwehr. Sogar auf die Psyche hat sie einen positiven Effekt. Ein kleiner Tipp für die kalte Jahreszeit: Draußen am besten durch die Nase atmen, denn durch Nasenhaare und Schleimhäute wird die Luft gereinigt und erwärmt.

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